Das System von Arbeitsschut... / 2.12.1 Zusammenarbeit an einem dritten Ort

§ 8 ArbSchG sieht vor, dass, wenn Beschäftigte mehrerer Arbeitgeber an einem Arbeitsplatz tätig werden, die Arbeitgeber verpflichtet sind, bei der Durchführung der Sicherheits- und Gesundheitsschutzbestimmungen zusammenzuarbeiten. Soweit dies für die Sicherheit und den Gesundheitsschutz der Beschäftigten bei der Arbeit erforderlich ist, haben die Arbeitgeber je nach Art der Tätigkeiten insbesondere sich gegenseitig und ihre Beschäftigten über die mit den Arbeiten verbundenen Gefahren für Sicherheit und Gesundheit der Beschäftigten zu unterrichten und Maßnahmen zur Verhütung dieser Gefahren abzustimmen.[1]

Abs. 1 behandelt den Fall, dass Beschäftigte verschiedener Arbeitgeber zeitlich oder örtlich gemeinsam auf einer externen Baustelle tätig werden. In diesem Fall sind beide Arbeitgeber entsprechend Art. 6 Abs. 4 und Art. 10 Abs. 2 der Rahmenrichtlinie insbesondere verpflichtet, sich und ihre Beschäftigten über die möglichen Gefahren zu unterrichten und ihre Schutzmaßnahmen abzustimmen.

[1] Vgl. dazu auch Schack/Schack, in Kollmer/Klindt/Schucht, ArbSchG, 4. Aufl. 2021, § 8 Rz. 1 und Kollmer/Vogl, Das Arbeitsschutzgesetz, 2. Aufl. 1999, Rz. 133 ff.

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