Das Mitarbeitergespräch als Teil der Personalführung

Zusammenfassung

 
Überblick

Wesentliche Anforderungen der Personalführung bestehen darin, guten Mitarbeitern attraktive unternehmensinterne Perspektiven aufzuzeigen sowie dem Führungs- und Entwicklungsauftrag gerecht zu werden. Besonders relevant werden diese Anforderungen vor dem Hintergrund flacher Hierarchien, zunehmend selbstständig agierender und anspruchsvoller werdender Mitarbeiter, die zu Recht viel von ihrem Unternehmen und ihren Vorgesetzten erwarten.

Der Erfolg eines Unternehmens basiert auf dem Wissen, der Begeisterung und der Motivation seiner Mitarbeiter. Nur durch seine Mitarbeiter unterscheidet sich ein erfolgreiches Unternehmen von anderen Unternehmen.

Der ständige unmittelbare Kontakt zwischen dem Vorgesetzten und seinen Mitarbeitern hat einen ausschlaggebenden Einfluss auf den Führungserfolg des Vorgesetzten. Die wichtigsten Führungsfragen wie Zielvereinbarung, Lob und Anerkennung, Kritik und Beurteilung, die Zusammenarbeit zwischen dem Vorgesetzten und dem Mitarbeiter sowie dessen Einsatz und Förderung bleiben in der Regel einem Gespräch und der Erörterung unter vier Augen vorbehalten.

1 Personalführung durch Mitarbeitergespräche

Die Personalführung ist eine unerlässliche Teilaufgabe eines jeden Vorgesetzten, gleichgültig welcher hierarchischen Ebene er angehört. Als Personalführung wird die Art und Weise bezeichnet, wie Vorgesetzte den Umgang mit ihren Mitarbeitern gestalten, um Ziele durchzusetzen und die Betriebsaufgabe zu erfüllen.

Indem Sie Ihre Mitarbeiter "führen" stellen Sie sicher, dass Ihre Mitarbeiter ihre Aufgaben optimal erfüllen und somit einen entscheidenden Beitrag zur Erreichung der Unternehmensziele und der Ziele Ihrer Organisationseinheit leisten.

Vorgesetzte haben viele Dinge in Einklang zu bringen. Die Gesamtaufgabe umfasst zahlreiche Teilaufgaben, die sich in zwei Gruppen darstellen lassen. Die sachbezogenen Aufgaben (= sachliche Führungsaufgabe) ergeben sich direkt aus der Betriebsaufgabe. Diese arbeitsplatzabhängigen Aufgaben werden in der Regel ausreichend wahrgenommen.

Die mitarbeiterbezogenen Aufgaben (= personelle Führungsaufgaben) ergeben sich aus der Tatsache, dass die Erfüllung von Sachaufgaben nur unter Beteiligung von Menschen vollzogen werden kann. Wem aber Menschen unterstellt sind, der hat die Pflicht, die daraus erwachsenden Aufgaben wahrzunehmen. Dieser für die Zufriedenheit und Motivation der Mitarbeiter sehr wichtige Bereich der Personalführung wird häufig vernachlässigt.

Personalführung wird wesentlich vor dem Hintergrund der jeweiligen Zielsetzung, der Teilaufgaben und dem Verhalten der Mitarbeiter bestimmt.

Hilfreich ist es, dass Sie sich in diesem Zusammenhang zunächst mit der vorhandenen Unternehmensstruktur und der Führungskultur in Ihrem Unternehmen beschäftigen. Diese tragen maßgeblich zur Kompetenz und zur Zufriedenheit sowie zur Motivation Ihrer Mitarbeiter bei.

 
Welche Faktoren tragen zur Kompetenz und Zufriedenheit und folglich zur Motivation der Mitarbeiter bei?
Faktoren, die in der Unternehmensstruktur liegen: Faktoren, die auf die Führungskultur zurückzuführen sind:
  • faire angemessene Bezahlung
  • Gestaltung des Arbeitsplatzes
  • Sicherheit des Arbeitsplatzes
  • berufliche Perspektiven
  • Möglichkeiten der Weiterbildung
  • transparente Abläufe
  • konkrete Informationen
  • klare Aufgabenzuordnung
  • klare, faire Zielvereinbarungen
  • Übernahme von Verantwortung
  • Anerkennung der eigenen Fähigkeiten
  • angenehmes Betriebsklima
  • respektvoller Umgang

Eine einheitliche Führungskultur ist der Schlüssel zum Erfolg des Unternehmens. Sie ist gekennzeichnet durch:

  • positives Menschenbild,
  • offene Kommunikation,
  • vertrauensvolle Zusammenarbeit,
  • Delegation von Verantwortung,
  • Fehler machen dürfen und daraus lernen,
  • kooperatives Verhalten.
 
Hinweis

Verantwortungsbereich der Führungskraft

Machen Sie sich bewusst, dass Ihre Mitarbeiter die zuständigen Fachkräfte sind, die die eigentliche Arbeit im Unternehmen verrichten. Sie sind als Vorgesetzter in erster Linie verantwortlich für die klare Strukturierung des Arbeitsalltags und die Entwicklung neuer Perspektiven.

Für den Vorgesetzten gilt: Gute Führungskompetenz ist wichtiger als gute Fachkompetenz! Zu den grundsätzlichen Führungsaufgaben zählen:

  • Vereinbaren von Zielen mit den Mitarbeitern (entsprechend der übergeordneten Ziele der Organisationseinheit und der Unternehmensziele),
  • Einsetzen der Mitarbeiter entsprechend ihrer Fähigkeiten und Kenntnisse,
  • Definition der Regeln zur Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern,
  • Organisation und Koordination des Arbeitsablaufs in der Organisationseinheit,
  • Rahmenbedingungen für selbstständiges Arbeiten schaffen,
  • klare Informationen und Rückmeldungen geben,
  • Beteiligung der Mitarbeiter im Prozess der Entscheidungsfindung,
  • kontinuierliche Überprüfung der Leistungen der Mitarbeiter,
  • Leistungsbeurteilung der Mitarbeiter,
  • Unterstützung und Förderung der Mitarbeiter,
  • Aussprechen von "Lob" und "Kritik,"
  • Verbesserungsvorschläge anregen,
  • Mitarbeiter ermutigen, Neues auszuprobieren.

Zur Wahrnehmung einer Vielzahl der genannten Führungsaufgaben bieten sich folgende Instrumente an:

  • Karrie...

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