Corona-Sonderzahlung / 9 Aufzeichnungs- und Nachweispflichten

Die steuerfreie Sonderzahlung ist im Lohnkonto aufzuzeichnen,[1], sodass sie bei der Lohnsteuer-Außenprüfung als solche erkennbar ist und die Rechtsgrundlage für die Zahlung bei Bedarf geprüft werden kann. Der Zusammenhang mit der Corona-Krise kann sich ergeben aus einzelvertraglichen Vereinbarungen zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer, aus ähnlichen Vereinbarungen (z. B. Tarifverträge oder gesonderte Betriebsvereinbarungen) oder aus Erklärungen des Arbeitgebers (z. B. individuelle Lohnabrechnungen oder Überweisungsbelege), in denen die Corona-Sonderzahlung als solche ausgewiesen ist.[2]

Soweit ausnahmsweise keine Verpflichtung zur Führung von Lohnunterlagen besteht (z. B. beim Haushaltsscheckverfahren), genügt ein einfacher Zahlungsnachweis.

Darüber hinaus ist diese nicht auf der Lohnsteuerbescheinigung auszuweisen und muss auch nicht in der Einkommensteuererklärung angegeben werden.[3] Sie unterliegt nicht dem Progressionsvorbehalt.

[3] Zum Umfang der Ausweispflichten auf der Lohnsteuerbescheinigung 2020 s. BMF, Schreiben v. 9.9.2019, IV C 5 – S 2378/19/10030 :001, BStBl 2019 I S. 919, ergänzt durch BMF-Schreiben v. 9.9.2020, IV C 5 – S 2533/19/10030 :002, BStBl 2020 I S. 926, zur Bekanntmachung des Vordruckmusters der elektronischen Lohnsteuerbescheinigung 2021.

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