Corona-Pandemie: Lohnsteuer... / 3.5 Mögliche Abzugsfähigkeit für ein häusliches Arbeitszimmer

Grundsätzlich sind Aufwendungen für das häusliche Arbeitszimmer nicht abzugsfähig. Ausnahmsweise ist der Abzug zulässig, wenn das häusliche Arbeitszimmer den Mittelpunkt der gesamten betrieblichen und beruflichen Betätigung bildet. Diese Voraussetzung kann insbesondere bei Arbeitnehmern erfüllt sein, die über längere Zeiträume ganz oder überwiegend im Homeoffice arbeiten.

Befindet sich der Mittelpunkt der Tätigkeit außerhalb des häuslichen Arbeitszimmers, kommt höchstens ein Abzug bis zu 1.250 EUR in Betracht, wenn dem Arbeitnehmer – zumindest an den betroffenen Tagen kein anderer Arbeitsplatz zur Verfügung steht.[1] Diese Voraussetzung ist im Jahr 2020 in vielen Fällen zumindest zeitweise erfüllt, weil der Arbeitsplatz beim Arbeitgeber aus Gründen des Infektionsschutzes nicht zur Verfügung steht oder die Einrichtungen des Arbeitgebers (vorübergehend) geschlossen sind. Ändern sich die Nutzungsverhältnisse innerhalb eines Wirtschafts- oder Kalenderjahres, können nur die auf den Zeitraum, in dem das Arbeitszimmer den Mittelpunkt der gesamten betrieblichen und beruflichen Betätigung bildet, entfallenden Aufwendungen in voller Höhe abgezogen werden. Der Höchstbetrag von 1.250 EUR ist aber auch bei nicht ganzjähriger Nutzung eines häuslichen Arbeitszimmers in voller Höhe zum Abzug zuzulassen. Die Grenze kann also beispielsweise auch mit den Kosten für nur 2 oder 3 Monate voll ausgeschöpft werden. Die Frage der Abziehbarkeit und der Höhe der berücksichtigungsfähigen Aufwendungen für ein häusliches Arbeitszimmer kann endgültig erst im Rahmen der Einkommensteuer-Veranlagung geklärt werden.

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