Corona-Pandemie: Arbeitsrec... / 2.6 Private Reisen

Private Reisen darf der Arbeitgeber grundsätzlich nicht verbieten – auch nicht in Risikogebiete. Er hat jedoch ein Fragerecht, ob der Mitarbeiter in ein Risikogebiet gereist ist und die geltenden Quarantäneregeln eingehalten hat. Reist der Mitarbeiter hingegen in ein Gebiet, für das eine Reisewarnung des Auswärtigen Amts vorliegt, kann das ein Verstoß des Mitarbeiters gegen § 241 Abs. 2 BGB darstellen, mit der Folge, dass er zumindest bei einer Erkrankung einen Entgeltfortzahlungsanspruch wegen "verschuldeter" Arbeitsunfähigkeit verliert und dass der Arbeitgeber ihn ggf. für die Dauer der üblichen Quarantänezeit von 14 Tagen ohne Vergütungsansprüche nicht zu beschäftigen braucht. Dies lässt sich mit § 297 BGB begründen.

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