Compliance-Management: Bede... / 3.3.2 Der menschliche Faktor als mögliche Schwachstelle

Ferner hat sich in Diskussionen mit unserem Experten für Qualitätsmanagement mittlerweile ein anderer Faktor herausgeschält: Die Standardverfahren für Qualitätsmanagement berücksichtigen den menschlichen Faktor nicht in ausreichendem Maße als mögliche Fehlerquelle. Das führt etwa zu der Frage, ob die Einkaufs- und Vertriebsprozesse für neue Produkte bereits genügend in die internen Unterstützungs- und Kontrollsysteme eingebunden sind, sodass keine besondere Gelegenheit für Betrug oder Veruntreuung entsteht. Bestehen entwicklungsbedingt vorübergehend Kopfmonopole, die eine wirksame Kontrolle gar nicht erlauben? Sind Single Source Letter und Sonderbeziehungen zu Dienstleistern oder Lieferanten entwicklungsbedingt notwendig? Wenn ja, können hieraus persönliche Interessenkonflikte entstehen? Das sind heikle Fragen. Wir denken nicht, dass sie in das Standard-Compliance-Frageschema gehören. Allerdings sollten Compliance-Beauftragte und der Qualitätsmanagement-Verantwortliche sie stets im Auge behalten, um auf konkrete Frühwarnzeichen rechtzeitig reagieren zu können.

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