Check OK Bemerkung
1) Dauer des Arbeitsverhältnisses Das Arbeitsverhältnis besteht länger als 6 Monate (§ 9a Abs. 1 Satz 1 TzBfG).    
2) Größe des Arbeitgebers Der Arbeitgeber beschäftigt in der Regel mehr als 45 Arbeitnehmer (§ 9a Abs. 1 Satz 3 TzBfG). Hierbei zählt jeder Kopf, unabhängig vom Beschäftigungsumfang. Auszubildende werden bei der Berechnung aber nicht berücksichtigt (§ 9a Abs. 7 TzBfG).    
3) Dauer der Brückenteilzeit

Die Brückenteilzeit wird für mindestens 1 Jahr und höchstens 5 Jahre verringert (§ 9a Abs. 1 Satz 2 TzBfG).

Die Arbeitsvertragsparteien können einvernehmlich einen anderen Zeitraum vereinbaren.

Durch Tarifvertrag kann der Rahmen für den Zeitraum der Arbeitszeitverringerung abweichend, auch zuungunsten des Arbeitnehmers, festgelegt werden (§ 9a Abs. 6 TzBfG).
   
4) Betriebliche Gründe Der gewünschten Verringerung stehen keine betrieblichen Gründe entgegen, die die Organisation, den Arbeitsablauf oder die Sicherheit im Betrieb wesentlich beeinträchtigen oder unverhältnismäßige Kosten verursachen (§§ 9a Abs. 2 Satz 1, 8 Abs. 4 TzBfG).    
5) Zumutbarkeitsregelung

Arbeitgeber mit 46 bis 200 Arbeitnehmern können einen Antrag auf Brückenteilzeit ablehnen, wenn pro angefangenen 15 Arbeitnehmern bereits mindestens ein Arbeitnehmer Brückenteilzeit vereinbart hat (vgl. zu den Schwellenwerten § 9a Abs. 2 Satz 2 TzBfG). Auszubildende werden bei der Berechnung nicht berücksichtigt (§ 9a Abs. 7 TzBfG).

Stichtag für die Berechnung der Zumutbarkeitsgrenze ist der Beginn der beantragten Brückenteilzeit. Der Arbeitgeber hat die voraussichtliche Situation an diesem Tag zu berücksichtigen.

Entscheidend ist bei der Berechnung der Größe des Arbeitgebers das Unternehmen, nicht der Betrieb. Die Arbeitnehmer aller Betriebe sind also zusammenzuzählen.

Für die Berechnung der Zumutbarkeitsgrenze kommt es nur auf Arbeitnehmer an, die sich in Brückenteilzeit befinden. Arbeitnehmer, die sich aus anderen Gründen in Teilzeit befinden, bleiben hier unberücksichtigt.
   
6) Frist und Form des Antrags Der Antrag ist mindestens 3 Monate vor Beginn der gewünschten Brückenteilzeit in Textform gestellt worden (§§ 9a Abs. 3, 8 Abs. 2 Satz 1 TzBfG; § 126 BGB). Der Umfang der Verringerung und der begehrte Zeitraum müssen, die gewünschte Verteilung soll im Antrag angeben werden.    
7) Erneuter Antrag nach Brückenteilzeit Frühestens ein Jahr nach Rückkehr aus der Brückenteilzeit kann der Arbeitnehmer eine erneute Verringerung der Arbeitszeit (Teilzeit oder Brückenteilzeit) verlangen (§ 9a Abs. 5 Satz 1 TzBfG).    
8) Erneuter Antrag nach Ablehnung der Brückenteilzeit aus betrieblichen Gründen Hat der Arbeitgeber einen Verringerungsantrag wegen betrieblicher Gründe abgelehnt, kann der Arbeitnehmer frühestens nach 2 Jahren eine erneute Verringerung der Arbeitszeit (Teilzeit oder Brückenteilzeit) beantragen (§§ 9a Abs. 5 Satz 2, 8 Abs. 6 TzBfG).    
9) Erneuter Antrag nach Ablehnung der Brückenteilzeit aufgrund der Zumutbarkeitsregelung Nach der Ablehnung eines Antrags auf Brückenteilzeit wegen Erreichen der Zumutbarkeitsgrenze bei Arbeitgebern mit 46 bis 200 Arbeitnehmern kann der Arbeitnehmer frühestens nach Ablauf von einem Jahr erneut eine Verringerung der Arbeitszeit (Teilzeit oder Brückenteilzeit) verlangen (§ 9a Abs. 5 Satz 3 TzBfG).    

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