Brückenteilzeit / 3 Das Verfahren bei Inanspruchnahme von Brückenteilzeit

Die Brückenteilzeit wird auf Verlangen des Beschäftigten bewilligt. Erforderlich ist gem. § 9a Abs. 3 TzBfG i. V. m. § 8 Abs. 2 Satz 1 TzBfG ein entsprechender Antrag in Textform; möglich ist damit insbesondere ein Antrag per E-Mail. Eine eigenhändige Unterschrift ist nicht erforderlich. Das weitere Verfahren entspricht dem bekannten Verfahren in § 8 TzBfG zur Durchsetzung des allgemeinen und unbefristeten Teilzeitwunsches:

  • Der Antrag auf Verringerung der Arbeitszeit ist mindestens 3 Monate vor der gewünschten Verringerung der Arbeitszeit zu stellen. Wichtig: Dabei muss auch der Zeitraum der Verringerung zwischen 1 und 5 Jahren angegeben werden. Im Hinblick auf die tägliche und wöchentliche Verteilung der Arbeitszeit bleibt es bei der "Soll"-Regelung in § 8 Abs. 2 Satz 2 TzBfG, d. h. der Antrag ist ohne einen Verteilungswunsch nicht unwirksam, vielmehr obliegt die Verteilung dann dem Direktionsrecht des Arbeitgebers.
  • Der Arbeitgeber hat den Wunsch nach Brückenteilzeit einschließlich der angestrebten Dauer der Verringerung mit der Arbeitnehmerin bzw. mit dem Arbeitnehmer mit dem Ziel zu erörtern, zu einer Vereinbarung zu gelangen.
  • Spätestens einen Monat vor dem gewünschten Beginn der Brückenteilzeit hat der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer die Entscheidung schriftlich mitzuteilen. Die Mitteilung muss auch die Dauer der Brückenteilzeit enthalten. Wenn der Arbeitgeber nicht bis spätestens einen Monat vor Beginn eine Entscheidung mitteilt, gilt die Brückenteilzeit als nach den Wünschen des Arbeitnehmers festgelegt.

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