Brexit / 3.3 Arbeitnehmerentsendung

Die Arbeitnehmerentsende-Richtlinie (RiLi 96/71/EG, zuletzt geändert durch Art. 1 ÄndRL EU/2018/957 v. 28.6.2018) verliert mit dem Austritt des Vereinigten Königreichs ebenfalls seine Wirksamkeit. Bestehen bleibt zunächst das britische Umsetzungsgesetz. Ein Außerkrafttreten des britischen Entsendegesetzes würde im Hinblick auf die Arbeits- und Beschäftigungsbedingungen von in das vom Vereinigten Königreich zur Erbringung von Dienstleistungen entsandten Arbeitnehmern aus EU-Staaten ausschließlich das Recht des entsendenden EU-Mitgliedstaats zur Anwendung bringen. Dies kann im Einzelfall die Konkurrenzfähigkeit britischer Unternehmen schwächen. Denkbar ist aus diesem Grund auch eine Verschärfung der Entsendemöglichkeiten für Unternehmen aus dem EU-Raum, um die inländischen britischen Unternehmen und ihre Beschäftigten zu schützen. Unternehmen, die regelmäßig und in größerem Umfang Dienstleistungen im Vereinigten Königreich erbringen, werden daher über die Gründung einer britischen Gesellschaft nachdenken.

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