Bissels/Frik/Prieschl/Ramba... / 4.3.2.5 Monatsgehalt
 

Rz. 46

Erhalten die Stammarbeitnehmer ein Monatsgehalt, richtet sich der Anspruch des Leiharbeitnehmers aus § 8 Abs. 1 Satz 1 auch auf ein Monatsgehalt. Es findet kein "Herunterrechnen" auf einen – fiktiven – Stundenlohn statt. Davon gibt es nur eine Ausnahme: Der Leiharbeitnehmer arbeitet mehr oder weniger Stunden als beim Entleiher durch Monatsvergütung vergütet wird (BAG, Urteil v. 19.2.2014, 5 AZR 700/12). Dies gilt unabhängig davon, ob eine solche Vorgehensweise sich zugunsten oder zuungunsten des Leiharbeitnehmers auswirkt, sie bildet jedenfalls den gesetzlichen Equal-pay-Anspruch des Leiharbeitnehmers nicht angemessen ab (BAG, Urteil v. 16.10.2019, 4 AZR 66/18, Rn. 45).

 

Rz. 47

Anteilige Kalendermonate sind nach den beim Entleiher geltenden Berechnungsregeln zu berechnen, andernfalls wird das anteilige Monatsentgelt mit 1/30 je Tag des Überlassungszeitraums, der in den nicht vollen Kalendermonat fällt, berechnet (BAG, Urteil v. 23.10.2013, 5 AZR 135/12; BAG, Urteil v. 16.5.2012, 5 AZR 251/11, Rz. 22).

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