Bewertung lohn- und einkomm... / 1.8 Festschreibung des Versorgungsfreibetrags

Der einmal berechnete Versorgungsfreibetrag und der Zuschlag zum Versorgungsfreibetrag gelten für die gesamte Laufzeit des Versorgungsbezugs.[1] Regelmäßige Anpassungen des Versorgungsbezugs führen nicht zu einer Neuberechnung.[2]

Neuberechnung nur bei Änderung des Versorgungsbezugs

Davon abweichend sind der Versorgungsfreibetrag und der Zuschlag zum Versorgungsfreibetrag neu zu berechnen, wenn sich der Versorgungsbezug wegen Anwendung von Anrechnungs-, Ruhens-, Erhöhungs- oder Kürzungsregelungen erhöht oder vermindert.[3] In diesen Fällen sind die beiden Freibeträge mit dem geänderten Versorgungsbezug als Bemessungsgrundlage zu ermitteln und anzusetzen.[4] Im Kalenderjahr der Änderung sind jeweils der höchste Versorgungsfreibetrag und der Zuschlag zum Versorgungsfreibetrag zu berücksichtigen.

Nach der Rechenanleitung für den Lohnsteuerabzug[5] ist für die Einbehaltung der Lohnsteuer vom laufenden Arbeitslohn stets auf einen Jahresarbeitslohn hochzurechnen. Der Arbeitslohn eines monatlichen Lohnzahlungszeitraums ist dabei mit 12, der Arbeitslohn eines wöchentlichen Lohnzahlungszeitraums mit 360/7 und der Arbeitslohn eines täglichen Lohnzahlungszeitraums mit 360 zu vervielfältigen. Von dem so ermittelten Betrag werden ggf. ein Versorgungsfreibetrag und ein Altersentlastungsbetrag abgezogen.[6]

Werden nicht über das gesamte Kalenderjahr Versorgungsbezüge gezahlt, müssen der Versorgungsfreibetrag und der Zuschlag zum Versorgungsfreibetrag anteilig gekürzt werden.

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