Für nach 2015 durchgeführte Betriebsveranstaltungen wurde die lohnsteuerliche Behandlung gesetzlich geregelt.

Die bis 2014 geltende Freigrenze von 110 EUR wurde durch einen 110-EUR-Freibetrag ersetzt. Zuwendungen aus Anlass einer Betriebsveranstaltung bleiben bis zur Obergrenze von 110 EUR steuerfrei, nur noch der 110 EUR übersteigende Betrag ist steuerpflichtig.

Einzubeziehende Gesamtkosten und Begleitpersonen

Die Kosten für die äußere Gestaltung sind ebenso in die Prüfung der 110-EUR-Freibetragsgrenze einzubeziehen wie die Kosten für den Ehe-/Lebenspartner und/oder die Kinder.[1]

Gesetzesänderung hebelt frühere Rechtsprechung aus

Durch die gesetzliche Festlegung wurde die bisherige Besteuerungspraxis der Finanzverwaltung sichergestellt. Abweichende BFH-Urteile[2] sind deshalb für Betriebsveranstaltungen seit 2015 nicht mehr anwendbar. Die in den Lohnsteuer-Richtlinien im Abschnitt "Zuwendungen bei Betriebsveranstaltungen" zusammengefassten Verwaltungsanweisungen behalten ihre Gültigkeit bzgl. der Berechnung des 110-EUR-Freibetrags. Sie verlieren aber ihre Rechtsbegründung, soweit sie durch die ausdrücklichen gesetzlichen Bestimmungen der in das Einkommensteuergesetz neu eingefügten Vorschrift ersetzt werden.

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