Betriebskriminalität – Wege... / 1.2 Aufklärung und Sanktionen von Unrechtstatbeständen

Nach den KPMG-Studien werden in allen Unternehmen die Taten überwiegend durch Hinweise von Unternehmensinternen oder sogar durch Zufall aufgedeckt.[1] Ebenso setzen sowohl die mittelständischen Unternehmen als auch die Großunternehmen anschließend auf Mitarbeiterinterviews als primäre Aufklärungsmaßnahme, gefolgt von Hintergrundrecherchen und der Auswertung der physischen Unternehmensakten. Aber auch technische Hilfsmittel wie die Videoüberwachung, der Zugriff auf E-Mail-Konten bzw. die Auswertung der E-Mails der Mitarbeiter oder elektronische Datenanalysen werden zunehmend als Aufklärungsmethode genutzt.[2] Gerade bei großen Unternehmen zeigte sich gegenüber 2012 ein deutlicher Anstieg der Nutzung elektronischer Daten- und E-Mail-Analysen. Aber auch kleine Unternehmen nutzen inzwischen mehr elektronische Datenanalysen zur Aufklärung.[3]

Die Konsequenzen, die die Unternehmen gegenüber den Tätern ziehen, bestehen überwiegend in arbeitsrechtlichen Maßnahmen. So haben alle Unternehmen in 73 % der aufgedeckten Fälle arbeitsrechtliche Maßnahmen ergriffen.[4] Aber auch straf- oder zivilrechtliche Konsequenzen nehmen stetig zu.[5]

[1] Vgl. KPMG 2018, S. 26; KPMG 2014, S. 24; KPMG 2012, S. 18, 28 f. für den Mittelstand und Großunternehmen.
[2] Vgl. KPMG 2018, S. 29; KPMG 2014, S. 26; KPMG 2012, S. 19, 29.
[3] Vgl. KPMG 2018, S. 29; KPMG 2014, S. 25.
[4] Vgl. KPMG 2014, S. 26; KPMG 2012, S. 20: 64 % in mittelständischen Unternehmen, S. 30: 83 % in großen Unternehmen.
[5] Vgl. KPMG 2018, S. 30; KPMG 2014, S. 26 f.

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