Betriebsbeauftragte im Arbe... / 3.2 Beauftragte nach der Arbeitsstättenverordnung

Nach § 3 Abs. 2 Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV) hat der Arbeitgeber sicherzustellen, dass die Gefährdungsbeurteilung fachkundig durchgeführt wird. Verfügt der Arbeitgeber nicht selbst über die entsprechenden Kenntnisse, hat er sich fachkundig beraten zu lassen.

Die Verordnung macht seit der Novellierung in Gestalt des Art. 1 der Verordnung zur Änderung von Arbeitsschutzverordnungen vom 30.11.2016[1] im neugefassten § 2 Abs. 12 erstmalig Ausführungen zur Fachkunde. Fachkundig ist demnach, wer über die zur Ausübung einer in dieser Verordnung bestimmten Aufgabe erforderlichen Fachkenntnisse verfügt. Die Anforderungen an die Fachkunde sind abhängig von der jeweiligen Art der Aufgabe. Zu den Anforderungen zählen eine entsprechende Berufsausbildung, Berufserfahrung oder eine zeitnah ausgeübte entsprechende berufliche Tätigkeit. Die Fachkenntnisse sind durch Teilnahme an Schulungen auf aktuellem Stand zu halten. Das Bestehen von Prüfungen bzw. der Nachweis erfolgreicher Lehrgangsteilnahme ist nicht gefordert.

[1] BGBl 2016 I S. 2681.

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