Betriebliches Eingliederung... / 1 Ziele

Das Ziel des BEM ist es, für einen arbeitsunfähig erkrankten Beschäftigten nach seiner Rückkehr in den Betrieb die Arbeitsbedingungen soweit anzupassen, dass die Arbeitsfähigkeit in Zukunft möglichst weitgehend erhalten bleibt und weitere Ausfälle bzw. eine Verschlechterung seines Zustands vermieden werden.

Daher ist es konsequent, dass es sich im Gegensatz zu den meisten anderen Bestimmungen des SGB nicht nur auf Beschäftigte mit einer anerkannten Behinderung bezieht, sondern auf alle Arbeitnehmer mit entsprechenden Ausfallzeiten. U. U. kann gerade BEM dazu beitragen, dass eine drohende Schwerbehinderung vermieden wird.

Damit dient BEM ganz klar dem Nutzen von Arbeitnehmer und Arbeitgeber und ist nicht Instrument einer bestimmten Interessenvertretung.

 
Wichtig

Stufenweise Wiedereingliederung

Stufenweise Wiedereingliederung nach § 44 SGB IX hat nicht direkt etwas mit BEM zu tun. Unter stufenweiser Wiedereingliederung werden Modelle verstanden, bei denen Beschäftigte, die sich nach Erkrankung oder Verletzung in der Genesungsphase befinden, nach Absprache mit dem behandelnden Arzt stundenweise an den Arbeitsplatz zurückkehren und so allmählich (z. B. in wochenweisen Steigerungen) wieder an die Arbeitsbelastungen herangeführt werden. Da es sich dabei meist um Fälle mit längeren AU-Zeiten handelt, unterliegen sie häufig auch dem BEM. BEM beinhaltet aber auf keinen Fall automatisch eine stufenweise Wiedereingliederung, sondern setzt (von Vorgesprächen abgesehen) eigentlich erst ein, wenn die Arbeitsfähigkeit wieder als gegeben gilt.

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