Betriebliche Krankenversich... / 4.1 Sozialabgaben

Für den Arbeitnehmer ist eine arbeitgeberfinanzierte bKV ein geldwerter Vorteil. Für die beitragsrechtliche Bewertung muss unterschieden werden, ob es sich um Sach- oder Barlohn handelt. Im Steuerrecht gilt die Freigrenze in Höhe von 44 EUR, wenn der Vertrag durch den Arbeitgeber für den Arbeitnehmer abgeschlossen wird.[1] Bei der Zuwendung handelt es sich um Sachlohn. Nutzt der Arbeitgeber dafür die steuerliche Freigrenze in Höhe von 44 EUR, stellt die Zuwendung auch kein beitragspflichtiges Arbeitsentgelt in der Sozialversicherung dar. Nach den sozialversicherungsrechtlichen Vorschriften gelten die steuerrechtlichen Regelungen im Rahmen der 44-EUR-Grenze entsprechend.[2] Wird hingegen der Versicherungsvertrag durch den Arbeitnehmer mit entsprechendem Zuschuss des Arbeitgebers abgeschlossen, handelt es sich um Barlohn. Dieser ist zu versteuern und infolgedessen auch beitragspflichtig.[3] Freibeträge sind beitragsrechtlich nur zu berücksichtigen, soweit sie auch steuerrechtlich bestehen.

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