Berufliche Aufstiegsfortbil... / 1.1 Regelungen zur Aufstiegsfortbildung

Die berufliche Aufstiegsfortbildung hat, von Generationen von gewerblichen und handwerklichen Leitungskräften durch private Ersparnisse, familiäre Förderungen und Ehegatten-Mitarbeit oft mühsam finanziert, unter dem markanten Stichwort "Meister-BAföG" im Jahr 1996 eine grundlegend neue rechtliche und ökonomische Grundlage erhalten.

Mit dem, so der offizielle Titel, "Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz" vom 23.4.1996, abgekürzt: AFBG[1], das sogar rückwirkend zum 1.1.1996 in Kraft trat, hat der Bundesgesetzgeber vor nunmehr über 2 Jahrzehnten dem auf die zumeist studentische Jugend ausgerichteten "BAföG" ein paralleles Regelwerk zur Förderung des handwerklichen und gewerblichen Führungsnachwuchses an die Seite gestellt. Wenngleich der Begriff "Meister-BAföG" vermuten lässt, die Regelungen richteten sich nur an zukünftige Handwerksmeister(innen), begünstigen sie auch den zukünftigen Führungsnachwuchs im kaufmännisch-gewerblichen Bereich.

Bereits das zum 1.1.2002 in Kraft getretene 1. AFBG-Änderungsgesetz brachte gegenüber dem Gesetz von 1996 erhebliche Verbesserungen. Ihm folgte das AFBG in der Fassung des 2. AFBG–Änderungsgesetzes vom 19.6.2009[2], zuletzt geändert durch Art. 3 des Gesetzes zur Verbesserung der Eingliederungschancen am Arbeitsmarkt vom 20.12.2011[3] das im Wesentlichen zum 1.4.2012 in Kraft trat.[4]

Die jüngste Entwicklungsstufe bildet das 3. Gesetz zur Änderung des Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetzes vom 4.4.2016 mit Geltung ab 1.8.2016.[5]

[1] BGBl. I S. 623.
[2] BGBl. I S. 1322, bereinigt: S. 1794.
[3] BGBl. I S. 2854.
[4] Art. 51 des Gesetzes.
[5] BGBl 2016 I S. 585.

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