Beitragsfreiheit / 5 Beitragsfreiheit von Rentenantragstellern

Beitragsfrei sind in der Kranken- und Pflegeversicherung auch bestimmte Rentenantragsteller. 4 Konstellationen sind hier genannt:

  • Ein Antrag auf Witwenrente, sofern der verstorbene Ehegatte bereits ebenfalls Rente bezog und in der Krankenversicherung der Rentner (KVdR) pflichtversichert war.
  • Ein Antrag auf Waisenrente aus der Versicherung eines ebenfalls aufgrund Rentenbezugs in der KVdR pflichtversicherten Verstorbenen, wenn die Rentenantragstellung vor Vollendung des 18. Lebensjahres der Waise erfolgt.
  • Gleichzeitig zur eintretenden Versicherungspflicht nach § 5 Abs. 1 Nr. 11 oder 12 SGB V bestünde ein Anspruch auf kostenfreie Familienversicherung. Diese Konstellation gilt nur für die Krankenversicherung.
  • Die Witwe eines Rentenbeziehers der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau stellt einen Antrag auf Hinterbliebenenrente, wobei die Ehe vor Vollendung des 65. Lebensjahres des Verstorbenen geschlossen worden sein muss (trifft nur für die Pflegeversicherung zu).

In allen genannten Fällen tritt Beitragsfreiheit ein, wenn während des maßgeblichen Zeitraums nicht gleichzeitig Arbeitseinkommen aus selbstständiger Tätigkeit oder Versorgungsbezüge in Höhe von insgesamt mindestens 1/20 der monatlichen Bezugsgröße erzielt werden. In 2019 beläuft sich dieser Betrag auf 155,75 EUR.

Beitragsfreier Zeitraum

Die Beitragsfreiheit der genannten Rentenantragsteller bezieht sich jeweils auf den Zeitraum ab Antragsdatum bis zum Rentenbeginn. Wird eine Rente rückwirkend ab Rentenantragsdatum oder früher bewilligt, so fällt auch die Beitragsfreiheit rückwirkend zumindest ab Rentenantragsdatum weg.

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