Beiträge aus Versorgungsbez... / 9.2 Zusatzbeitragssatz

9.2.1 Krankenversicherungspflichtige Versorgungsempfänger

Für versicherungspflichtige Versorgungsempfänger sind die aus Versorgungsbezügen zu zahlenden Beiträge – inkl. der Zusatzbeiträge – grundsätzlich durch die Zahlstellen abzuführen. Veränderungen bei kassenindividuellen Zusatzbeiträgen werden nicht – wie bei den übrigen Versicherungspflichtigen – vom Zeitpunkt der Erhebung oder Veränderung des Zusatzbeitrags an umgesetzt. Derartige Beitragssatzveränderungen gelten vom ersten Tag des zweiten auf die Veränderung des folgenden Kalendermonats an. Die Veränderungen wirken sich also für pflichtversicherte Versorgungsempfänger mit einer 2-monatigen Verzögerung aus.

Dies bedeutet, dass die Zahlstellen bei veränderten Zusatzbeiträgen den alten Zusatzbeitragssatz 2 Monate länger berücksichtigen müssen. Dies gilt unabhängig davon, ob der kassenindividuelle Zusatzbeitrag erhöht oder gesenkt wird.

 

Praxis-Beispiel

Anwendung des geänderten Zusatzbeitragssatzes

 
Zusatzbeitragssatz der Krankenkasse bis 31.12.2018 1,2 %  
Zusatzbeitragssatz der Krankenkasse ab 1.1.2019 1,0 %  
Ergebnis:
Zusatzbeitragssatz für Renten und Versorgungsbezüge
   
bis 28.2.2019 1,2 %  
vom 1.3.2019 an 1,0 %  

9.2.2 Freiwillig versicherte Versorgungsempfänger

Freiwillig versicherte Versorgungsempfänger, die ihre Beiträge und Zusatzbeiträge selbst an die Krankenkasse zahlen, sind von der zeitlichen Verzögerung der Veränderungen bei Zusatzbeitragssätzen nicht betroffen. Sie haben den veränderten Zusatzbeitrag vom Zeitpunkt der Erhebung bzw. Veränderung an zu zahlen.

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