Beiträge aus Versorgungsbez... / 2 Mindesteinnahmegrenze

Beiträge aus Versorgungsbezügen und Arbeitseinkommen sind nur zu entrichten, wenn die monatlichen beitragspflichtigen Einnahmen aus Versorgungsbezügen (ggf. unter Berücksichtigung von Arbeitseinkommen) insgesamt 1/20 der monatlichen Bezugsgröße übersteigen.

Für das Kalenderjahr 2019 beträgt der Grenzwert 155,75 EUR.

Wird diese Mindesteinnahmegrenze lediglich durch eine Einmalzahlung überschritten, besteht in diesem Zahlungsmonat Beitragspflicht. Eine Durchschnittsberechnung mit Umrechnung der Einmalzahlung auf das Kalenderjahr erfolgt nicht.

Hingegen sind Beiträge auch dann zu entrichten, wenn unter Berücksichtigung der Beitragsbemessungsgrenze der beitragspflichtige Anteil des Versorgungsbezuges nicht höher ist als die Mindesteinnahmegrenze.

 

Hinweis

Addition mehrerer Versorgungsbezüge

Erhält ein Versicherter mehrere Versorgungsbezüge, sind diese für die Beurteilung, ob die Grenze von einem Zwanzigstel der monatlichen Bezugsgröße überschritten wird, zusammenzurechnen.

2.1 Mindesteinnahmegrenze für Teilmonate

Für Teilmonate ist die Mindesteinnahmegrenze anteilig zu ermitteln. Hierbei ist der Monat mit 30 Tagen zu berücksichtigen. Die anteilige Mindesteinnahmegrenze ermittelt sich durch die Multiplikation der Kalendertage, in denen eine Beitragspflicht besteht, mit dem 30. Teil der monatlichen Mindesteinnahmegrenze.

2.2 Auswirkungen von Nachzahlungen auf die Beitragspflicht

Sofern der Mindestbetrag erst unter Berücksichtigung einer Nachzahlung überschritten wird, werden von den Versorgungsbezügen insgesamt Beiträge im Rahmen der Verjährung nacherhoben.

Das ist nur ein Ausschnitt aus dem Produkt Haufe Personal Office Platin. Sie wollen mehr? Dann testen Sie hier live & unverbindlich Haufe Personal Office Platin 30 Minuten lang und lesen Sie den gesamten Artikel.


Meistgelesene beiträge