Beihilfen / 4.1 Lohnsteuer

Zahlt der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer im Rahmen des bestehenden Beschäftigungsverhältnisses einen Zuschuss zur Wohnungsmiete (Mietbeihilfe, Mietzuschuss usw.) und trägt dadurch zur Verbilligung von Wohnraum bei, liegt steuerpflichtiger Arbeitslohn vor. Die 44-EUR-Sachbezugsfreigrenze ist nicht anwendbar, da kein Sachbezug vorliegt. Soweit die Mietbeihilfen regelmäßig gezahlt werden, gelten sie steuerrechtlich als laufende Bezüge.

 

Praxis-Beispiel

Mietbeihilfen bei doppelter Haushaltsführung

Arbeitnehmer A führt einen beruflich veranlassten doppelten Haushalt in Koblenz. Am Beschäftigungsort bewohnt er eine 2-Zimmer-Wohnung. Der Familienhaushalt befindet sich in Düsseldorf. Der Arbeitgeber beteiligt sich an den Kosten für die 2-Zimmer-Wohnung mit einer monatlichen Beihilfe von 150 EUR.

Ergebnis: Im Rahmen einer beruflich veranlassten doppelten Haushaltsführung kann der Arbeitgeber die Übernachtungskosten bis max. 1.000 EUR pro Monat steuerfrei ersetzen. Die Mietbeihilfe ist in diesem Fall ausnahmsweise nicht zu versteuern.

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