Behinderte Menschen / 4 Pflege-Pauschbetrag

Für Aufwendungen, die durch die Pflege einer nicht nur vorübergehend hilflosen Person entstehen, wird ein Pflege-Pauschbetrag von 924 EUR jährlich anerkannt.

Voraussetzung ist, dass der Arbeitnehmer keine Einnahmen für die Pflege erhält und die Pflege persönlich in seinem oder im Haushalt der pflegebedürftigen Person durchführt. Wird die pflegebedürftige Person von mehreren Personen gepflegt, ist der Pauschbetrag auf die Zahl der begünstigten Pflegepersonen, bei denen die o. g. Voraussetzungen vorliegen, aufzuteilen.

 
Wichtig

Nachweisvoraussetzungen

Die Hilflosigkeit der gepflegten Person muss nachgewiesen werden durch einen

  • Schwerbehindertenausweis mit dem Merkzeichen "H",
  • Bescheid der für die Durchführung des Bundesversorgungsgesetzes zuständigen Behörde mit den entsprechenden Feststellungen oder
  • Bescheid über die Einstufung als Schwerstpflegebedürftiger in die Pflegegrade 4 oder 5.

Unschädlich ist, wenn sich der Arbeitnehmer zeitweise von einer ambulanten Pflegekraft helfen lässt. Es können auch tatsächlich höhere Aufwendungen als 924 EUR als außergewöhnliche Belastung allgemeiner Art geltend gemacht werden. Auch hier ist zu beachten, dass auf die nachgewiesenen Aufwendungen die zumutbare Belastung angerechnet wird.

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