In der jeweils aktuellen Fassung der AU-Richtlinie finden sich grundlegende Angaben zur Definition, zu Anwendungsbereichen, zur Feststellung der AU und zur stufenweisen Wiedereingliederung (Anlage 1), die der Vertragsarzt zu beachten hat. Nach § 4a der AU-Richtlinie gilt diese auch für Krankenhausärzte, sofern im Rahmen des Entlassmanagements eine Arbeitsunfähigkeit von bis zu 7 Tagen festgestellt wird (39 Abs. 1a SGB V): Das Gleiche gilt für Ärzte in Rehabilitationseinrichtungen, sofern Leistungen zu Lasten der Krankenkasse nach § 40 Abs. 2 oder § 41 SGB V in Anspruch genommen wurden. Eine gleichartige Regelung ist für die anderen Träger der Sozialversicherung nicht vorgesehen.

Die Feststellung der AU und die Bescheinigung über ihre voraussichtliche Dauer erfordern – ebenso wie die ärztliche Beurteilung zur stufenweisen Wiedereingliederung – wegen ihrer Tragweite für den Versicherten und ihrer arbeits- und sozialversicherungsrechtlichen sowie wirtschaftlichen Bedeutung besondere Sorgfalt. Die AU-Richtlinie etabliert ein standardisiertes Verfahren, das den Vorgang der Feststellung der AU und dessen Dokumentation umfasst. Die Pflichten des von der Richtlinie betroffenen Arztes, der Informationsaustausch und die Zusammenarbeit zwischen Arzt, Krankenkasse und MDK werden beschrieben.

Definition und Bewertungsmaßstäbe ergeben sich aus § 2 der AU-Richtlinie.

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