Befristeter Arbeitsvertrag:... / 1.1.3.1 Rechtsfolge des § 14 Abs. 2a TzBfG

Sind sämtliche Voraussetzungen erfüllt, so eröffnet § 14 Abs. 2a TzBfG die Möglichkeit, ein Arbeitsverhältnis bis zur Höchstdauer von 4 Jahren zu befristen (zweiter Vierjahreszeitraum). Ist der befristete Arbeitsvertrag zunächst für eine kürzere Dauer abgeschlossen, kann er – auch mehrfach – bis zur 4-jährigen Höchstdauer verlängert werden. Wegen der Frage, was bei einer solchen Verlängerungsvereinbarung zu beachten ist, kann auf die Erläuterungen zur Verlängerungsvereinbarung nach § 14 Abs. 2 Satz 1 TzBfG verwiesen werden.

Wichtig ist zum einen, dass wie bei § 14 Abs. 2a TzBfG nur kalendermäßig befristete Arbeitsverträge begünstigt werden, also nicht zweckbefristete und auflösend bedingte. Zum anderen kann auch von der durch § 14 Abs. 2a Satz 1 TzBfG erlaubten vierjährigen Höchstbefristungsdauer durch Tarifvertrag (nach oben oder unten!) abgewichen werden. Nichttarifgebundene Arbeitgeber und Arbeitnehmer im Geltungsbereich eines solchen Tarifvertrags können die Anwendung der tariflichen Regelung im Arbeitsvertrag vereinbaren (§ 14 Abs. 2a Satz 4 TzBfG i. V. m. § 14 Abs. 2 Sätze 3 und 4 TzBfG).

 

Hinweis

Befristung mit Sachgrund im Anschluss möglich

Wie bei § 14 Abs. 2 TzBfG bleibt auch bei § 14 Abs. 2a TzBfG die Möglichkeit, das Arbeitsverhältnis über den Höchstzeitraum der erleichterten Befristung ohne Sachgrund hinaus zu befristen, sofern hierfür ein Sachgrund i. S. d. § 14 Abs. 1 TzBfG vorliegt.

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