BAG 2 AZR 481/81
 

Leitsatz (redaktionell)

(Umgehung des § 15 KSchG durch Befristung-Zweckbefristung)

1. Zweckbefristete Arbeitsverträge sind nach § 620 Abs 2 BGB dann zulässig, wenn der Zeitpunkt der Zweckerfüllung voraussehbar ist und in überschaubarer Zeit liegt.

2. Der Sonderschutz des § 15 KSchG wird nicht umgangen, wenn ein Arbeitnehmer während der Laufzeit eines befristeten Arbeitsvertrages in den Personalrat gewählt wird.

3. Etwas anderes gilt jedoch für Arbeitnehmer, die zwar während der Laufzeit eines befristeten Arbeitsvertrages in den Personalrat gewählt worden sind, aber während ihrer Amtszeit im Anschluß an die Erstbefristung erneut nur befristet weiterbeschäftigt werden. Wegen der möglichen Umgehung des Sonderschutzes des § 15 KSchG sind bei der zweiten Befristung an den sachlichen Grund besonders strenge Anforderungen zu stellen.

 

Verfahrensgang

Hessisches LAG (Entscheidung vom 23.07.1981; Aktenzeichen 12 Sa 1295/80)

ArbG Darmstadt (Entscheidung vom 26.09.1980; Aktenzeichen 6 Ca 111/80)

 

Fundstellen

BAGE 41, 391-43 (LT1-3)

BAGE, 391

BB 1983, 1218-1219 (LT1-3)

DB 1983, 1551-1552 (LT1-3)

NJW 1983, 1927

NJW 1983, 1927-1927 (LT1-3)

ARST 1983, 133-134 (LT2)

BlStSozArbR 1983, 261-262 (T)

JR 1984, 220

AP § 15 KSchG 1969 (LT1-3), Nr 14

AR-Blattei, Arbeitsvertrag-Arbeitsverhältnis VII Entsch 51 (LT1)

AR-Blattei, Betriebsverfassung IX Entsch 57 (LT2-3)

AR-Blattei, ES 530.9 Nr 57 (LT2-3)

EzA § 620 BGB, Nr 64 (LT1-3)

EzBAT, SR 2y BAT Nr 16 (LT1-3)

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