Im arbeitsgerichtlichen Verfahren stellt sich in erster Linie das Sprachproblem. Gerichtssprache ist deutsch.[1] Das schriftliche Vorverfahren und die mündliche Verhandlung sind daher in deutscher Sprache durchzuführen. Die Hinzuziehung eines Dolmetschers zur mündlichen Verhandlung ist nach § 185 Abs. 1 Satz 1 GVG vom Gericht zu veranlassen, wenn eine Partei oder sonstige Verfahrensbeteiligte der deutschen Sprache nicht mächtig sind. Kosten für vom Gericht herangezogene Dolmetscher oder Übersetzer werden nicht erhoben, wenn der ausländische Arbeitnehmer Partei und die Gegenseitigkeit verbürgt ist oder ein Staatenloser Partei ist.[2]

Ein möglicher Anspruch auf Prozesskostenhilfe oder Beiordnung eines Rechtsanwalts kann auch von einem ausländischen Arbeitnehmer im arbeitsgerichtlichen Verfahren geltend gemacht werden.[3] Für die Gewährung der Prozesskostenhilfe bzw. Beiordnung gelten keine Besonderheiten. Die Beurteilung der Vermögensverhältnisse bemisst sich dabei allein nach deutschem Recht.[4]

Zur Vertretung des ausländischen Arbeitnehmers sind auch die Botschaftsangestellten als Prozessvertreter berechtigt.[5]

Bei der Beschäftigung ausländischer Arbeitnehmer sind zudem sozialversicherungsrechtliche sowie lohnsteuerrechtliche Besonderheiten zu beachten.

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