Ausgleichsquittung: Inhalt ... / 4.1 Ausländische Arbeitnehmer

Die Unterzeichnung von Ausgleichsquittungen von ausländischen Arbeitnehmern, die die deutsche Sprache nicht oder nur unzureichend verstehen, kann besondere Probleme aufwerfen, wenn die Ausgleichsquittung in deutscher Sprache abgefasst ist und der Inhalt der Ausgleichsquittung dem ausländischen Arbeitnehmer nicht übersetzt wird.

Wenn sich der ausländische Arbeitnehmer bei der Unterzeichnung der Ausgleichsquittung über den Inhalt der Erklärung irrt, indem er sich falsche Vorstellungen über den Inhalt seiner Erklärung machte, berechtigt dies zur Anfechtung der Ausgleichsquittung. Dies gilt nur dann nicht, wenn der ausländische Arbeitnehmer sich bei Unterzeichnung der Ausgleichsquittung keinerlei Vorstellungen über deren Inhalt und Tragweite machte, was im Regelfall jedoch nicht angenommen werden kann.

Wenn ein ausländischer Arbeitnehmer die deutsche Sprache in Wort und Schrift hinreichend beherrscht, ist davon auszugehen, dass er bei der Unterzeichnung einer Ausgleichsquittung rechtlich wie ein deutscher Arbeitnehmer behandelt wird. Allerdings kann auch bei einem ausländischen Mitarbeiter, der mit der deutschen Sprache in Wort und Schrift gut vertraut ist, ein Irrtum über den Inhalt einer in der Ausgleichsquittung enthaltenen Erklärung leichter entstehen als bei einem deutschen Arbeitnehmer, der von Geburt an mit der deutschen Sprache vertraut ist.

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