Ausbildungsförderung (BAföG) / 4 Bedarfssätze nach dem BAföG

Die Bedarfssätze gelten nur für neue Bewilligungszeiträume ab August oder September 2019, ansonsten erst ab Oktober 2019. Die höheren Sätze gelten nur für neue Bewilligungszeiträume ab August oder September 2020, ansonsten erst ab Oktober 2020.

 
Ausbildungsstätte Bei den Eltern wohnend Inkl. KV-und PV-Zuschlag Nicht bei den Eltern wohnend Höchstsatz inkl. KV (über 30) + PV sowie nachweisabhängigem Wohnzuschlag
  EUR EUR EUR EUR
Weiterführende allgemeinbildende Schulen und Berufsfachschulen ab Klasse 10 sowie Fach- und Fachoberschulen, wenn der Besuch keine abgeschlossene Berufsausbildung voraussetzt Keine Förderung Keine Förderung

580

ab WS 2020: 585

769

ab WS 2020: 774
Berufsfachschul- und Fachschulklassen, die in einem zumindest 2-jährigen Bildungsgang einen berufsqualifizierenden Abschluss vermitteln, wenn der Besuch keine abgeschlossene Berufsausbildung voraussetzt

243

ab WS 2020: 247

352

ab WS 2020: 356

580

ab WS 2020: 585

769

ab WS 2020: 774
Abendhaupt- und Abendrealschulen, Berufsaufbauschulen, Fachoberschulklassen, deren Besuch eine abgeschlossene Berufsausbildung voraussetzt

439

ab WS 2020: 448

548

ab WS 2020: 557

675

ab WS 2020: 681

864

ab WS 2020: 870
Fachschulklassen, deren Besuch eine abgeschlossene Berufsausbildung voraussetzt, Abendgymnasien, Kollegs

446

ab WS 2020: 454

555

ab WS 2020: 563

716

ab WS 2020: 723

905

ab WS 2020: 912
Höhere Fachschulen, Akademien, Hochschulen

474

ab WS 2020: 483

583

ab WS 2020: 592

744

ab WS 2020: 752

933

ab WS 2020: 941
Kranken- und Pflegeversicherungszuschlag seit 1.8.2019 = 86 EUR

Die genannten Beträge beziehen sich auf Auszubildende ohne Kinder.

4.1 Anrechnung des Eltern- bzw. Ehegatten-/Lebenspartnereinkommens

Die Berechnungsgrundlage für die Höhe der Leistungen ist in den meisten Fällen das Einkommen der Eltern des Antragstellers. Nach dem Gesetz ist das Einkommen des Auszubildenden, seines Ehegatten bzw. Lebenspartners und seiner Eltern in dieser Reihenfolge anzurechnen.

Wenn also das Einkommen eines verheirateten Auszubildenden und das seines Ehegatten bzw. Lebenspartners zur Deckung des Bedarfs nicht ausreicht, ist auch das Einkommen der Eltern heranzuziehen. Das jeweilige Einkommen ist durch Freibeträge zu korrigieren, sodass nur ein anzurechnendes Einkommen zu berücksichtigen ist.

4.2 Einkommen nach dem BAföG

Der Einkommensbegriff des BAföG lehnt sich sehr eng an den steuerrechtlichen Einkommensbegriff an. Bis auf 8 relativ seltene Einkommensarten ist er mit der "Summe der positiven Einkünfte" i. S. v. § 2 Abs. 1 und 2 EStG gleichzusetzen. Bei Arbeitnehmern ist dies das Bruttoeinkommen nach Abzug der Werbungskosten sowie bei Selbstständigen und Freiberuflern der Gewinn.

Als Einkünfte gelten auch alle Leistungen der sozialen Sicherung, z. B. Renten, Arbeitslosengeld, Krankengeld und Ausbildungsbeihilfen.

Berechnungsgrundlage bildet regelmäßig das Einkommen der Eltern und des Ehepartners im vorletzten Kalenderjahr vor dem Bewilligungszeitraum.

Ist das aktuelle Einkommen wesentlich niedriger als das anzurechnende, kann auf besonderen Antrag des Auszubildenden als Ausnahme auch dieses zugrunde gelegt werden.

 
Die Einkommen der Eltern bleiben anrechnungsfrei, wenn die Eltern miteinander verheiratet und nicht dauerhaft getrennt sind:
seit 2016 1.715 EUR  
ab WS 2019 1.835 EUR  
ab WS 2020 1.890 EUR  
ab WS 2021 2.000 EUR  
ansonsten
seit 2016 1.145 EUR  
ab WS 2019 1.225 EUR  
ab WS 2020 1.260 EUR  
ab WS 2021 1.330 EUR  
von jedem Elternteil sowie vom Einkommen des Ehegatten oder Lebenspartner des Auszubildenden.
Vom Einkommen des nicht in Eltern-Kind-Beziehung zum Auszubildenden stehenden Ehegatten oder Lebenspartner des leiblichen Elternteils bleiben anrechnungsfrei:
seit 2016 570 EUR  
ab WS 2019 610 EUR  
ab WS 2020 630 EUR  
ab WS 2021 665 EUR  
Für Kinder des Einkommensbeziehers und sonstige unterhaltsberechtigte Personen bleiben anrechnungsfrei:
seit 2016 520 EUR  
ab WS 2019 555 EUR  
ab WS 2020 570 EUR  
ab WS 2021 605 EUR  
Das den jeweiligen Freibetrag übersteigende Einkommen bleibt bei den Eltern und Ehegatten/Lebenspartnern zu 50 % anrechnungsfrei, bei Kindern als Einkommensbeziehern zu 5 %. Beim Auszubildenden selbst ist immer das aktuelle Einkommen maßgebend.

Anrechnungsfrei vom monatlichen Einkommen bleibt ein Freibetrag

 
für den Auszubildenden selbst   290 EUR
für den Ehegatten oder Lebenspartner des Auszubildenden seit 2016
ab WS 2019
ab WS 2020
ab WS 2021
570 EUR
610 EUR
630 EUR
665 EUR
für jedes Kind des Auszubildenden seit 2016
ab WS 2019
ab WS 2020
ab WS 2021
520 EUR
555 EUR
570 EUR
605 EUR
Waisenrente bei Schülern seit 2016
ab WS 2019
ab WS 2020
ab WS 2021
180 EUR
195 EUR
200 EUR
210 EUR
Waisenrente bei Studenten seit 2016
ab WS 2019
ab WS 2020
ab WS 2021
130 EUR
140 EUR
145 EUR
150 EUR
Härtefreibetrag bei Schulgeld/Studiengebühren (auf Antrag) seit 2016
ab WS 2019
ab WS 2020
ab WS 2021
260 EUR
280 EUR
290 EUR
305 EUR

Auch die Freibeträge steigen mit dem 26. BAföG-ÄndG um 7 %. Die höheren Freibeträge gelten nur für neue Bewilligungszeiträume ab August oder September 2019, ansonsten – bei Weiterbewilligung – erst ab Oktober 2019. Die höheren Sätze gelten für neue Bewilligungszeiträume...

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