Ausbildungsbeihilfen / 3.3 Ausbildungsbegleitende Hilfen/Assistierte Ausbildung

Mit den ausbildungsbegleitenden Hilfen und der Assistierten Ausbildung stehen spezielle Maßnahmen zur Verfügung, mit denen junge Menschen, die ohne Unterstützung eine Berufsausbildung nicht aufnehmen oder fortsetzen können, oder die voraussichtlich Schwierigkeiten haben ihre Berufsausbildung abzuschließen, gefördert werden können. Von dem Förderangebot profitieren gleichermaßen die Ausbildungsbetriebe, die den jungen Menschen eine Qualifizierungs- oder Ausbildungschance geben. Die Agentur für Arbeit fördert hierzu in Abstimmung mit dem Ausbildungsbetrieb und dem durchführenden Maßnahmeträger, ggf. der Berufsschule, verschiedene Angebote, von der sozialpädagogischen Begleitung, über den Abbau von Bildungs- und Sprachdefiziten bis hin zur Vermittlung von fachtheoretischen Kenntnissen und Fähigkeiten. Diese Fördermöglichkeiten sind (noch) auf die beiden Instrumente mit teilweise gleichlaufenden Zielsetzungen und Maßnahmen verteilt.

Mit dem "Gesetz zur Förderung der beruflichen Weiterbildung im Strukturwandel und zur Weiterentwicklung der Ausbildungsförderung" wurden diese Doppelstrukturen beseitigt. Die Förderung ist künftig unter dem Instrument der Assistierten Ausbildung zusammengefasst. Das neue Konzept benötigt allerdings noch einen Vorlauf in der Verwaltungspraxis. Deshalb gelten folgende Übergangsregelungen:[1]

  • Für Maßnahmen zu ausbildungsbegleitenden Hilfen, die bis zum 28.2.2021 beginnen und grundsätzlich bis zum 30.9.2021 enden, gelten noch die bisherigen Förderbedingungen.
  • Für Maßnahmen der Assistierten Ausbildung, die bis zum 30.9.2020 beginnen, gelten ebenfalls noch die bisherigen Regelungen.[2]
 
Praxis-Tipp

Einbeziehung von Grenzgängern in die Förderung

Förderberechtigt sind auch sog. Grenzgänger, die als Tagespendler im grenznahen Ausland leben und in Deutschland eine betriebliche Berufsausbildung absolvieren.[3]

3.3.1 Übergangsregelung zur ausbildungsbegleitenden Hilfe

Für ausbildungsbegleitende Hilfen gelten damit übergangsweise folgende Regelungen:

Gefördert werden Maßnahmen

  • zum Abbau von Sprach- und Bildungsdefiziten,
  • zur Förderung fachpraktischer und fachtheoretischer Ausbildungsinhalte und
  • zur sozialpädagogischen Begleitung.

Förderungsberechtigt sind lernbeeinträchtigte und sozial benachteiligte junge Menschen, die wegen in ihrer Person liegender Gründe ohne die Förderung eine Ausbildung oder Einstiegsqualifizierung nicht

  • beginnen,
  • fortsetzen oder
  • erfolgreich beenden

können. Gefördert werden auch Auszubildende, denen ohne Förderung ein Abbruch der Ausbildung droht. Eine Altersbeschränkung sieht das Gesetz nicht vor. Die Maßnahmen umfassen im Regelfall 3 bis 8 Stunden wöchentlich, ggf. auch außerhalb der Ausbildungszeit. Die Kosten werden in vollem Umfang von der Agentur für Arbeit oder vom Jobcenter übernommen.

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