Audit / 2 Kennzeichen und Formen

Der aus dem Lateinischen stammende Begriff "Audit" (audire = hören, zuhören) wird im Management entsprechend dem englischen bzw. amerikanischen Begriffsverständnis verwendet. Hier steht Audit für Revision oder Rechenschaftslegung.

Ein Audit überprüft gelebte Prozesse, erstellte Produkte oder laufende Projekte vor dem Hintergrund eines definierten "Soll". Das hierzu verwendete Verfahren, das Audit, ist in Anlehnung an die ISO 19011 definiert als ein systematischer, unabhängiger und dokumentierter Prozess zur Erlangung von Auditnachweisen sowie deren objektiver Auswertung, um zu ermitteln, inwieweit die Auditkriterien erfüllt sind.

Audits sollen Schwachstellen aufdecken, konkrete Hinweise auf Verbesserungsmöglichkeiten liefern, zu einem kontinuierlichen Verbesserungsprozess beitragen und damit den wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens fördern.

Beim Praktizieren eines Managementsystems können unterschiedliche Audittypen zum Einsatz kommen.

Differenzierung nach dem Gegenstand des Audits:

  • Systemaudit (betrachtet – überprüft und bewertet – ein Managementsystem);
  • Complianceaudit (Überprüfung der Übereinstimmung mit einem Regelwerk, Fragenkatalog);
  • Prozess- oder Verfahrensaudit (betrachtet – überprüft und bewertet – die Eignung und Wirksamkeit eines bestimmten Prozesses bzw. Verfahrens);
  • Produktaudit (betrachtet – überprüft und bewertet – zufällig ausgewählte Produkte auf Übereinstimmung mit den vorgegebenen Spezifikationen);
  • Projektaudit (betrachtet – überprüft und bewertet – die Vorgehensweise in einem Projekt sowie den Fortschritt);
  • Lieferantenaudit (betrachtet – überprüft und bewertet – die Leistungs- und Qualitätsfähigkeit, Zuverlässigkeit etc. eines Zulieferers).

Differenzierung nach der Ausrichtung des Audits:

  • Interne Audits: Sie werden von entsprechend qualifizierten Mitarbeitern des Unternehmens (internen Auditoren) anhand verbindlicher Verfahrensanweisungen durchgeführt. Bei der Durchführung der Audits sind diese Auditoren unabhängig und weisungsfrei.
  • Externe Audits: Sie werden von betriebsfremden, entsprechend qualifizierten Auditoren (z. B. Kunden, Berater, Zertifizierungsgesellschaften) anhand definierter Verfahrensanweisungen durchgeführt. Bei der Durchführung der Audits sind die Auditoren unabhängig und weisungsfrei.

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