Arnold/Gräfl, TzBfG § 23 Be... / 3.2.3 Dauer der Befristung
 

Rz. 71

Die Obergrenze für die Befristungsdauer wird durch die Gesamtzeit sämtlicher Ausfallzeiten des zu ersetzenden Arbeitnehmers bestimmt. Ausfallzeiten wegen Beschäftigungsverboten nach dem MuSchG, Elternzeit oder Sonderurlaub können also addiert werden. Bis zu dieser Obergrenze kann für jeden der genannten Zeitabschnitte mit denselben oder verschiedenen Arbeitnehmern ein gesonderter befristeter Arbeitsvertrag geschlossen werden. Zulässig ist es ferner, lediglich für einen bestimmten Teil der genannten Ausfallzeiten ein befristetes Arbeitsverhältnis einzugehen. Nach § 21 Abs. 2 BEEG kann die Dauer der Vertretung für die notwendigen Zeiten der Einarbeitung der Ersatzkraft verlängert werden. Darunter ist der Zeitraum zu verstehen, der erforderlich ist, um die Ersatzkraft mit den Besonderheiten des von ihr zu besetzenden Arbeitsplatzes vertraut zu machen. Im juristischen Schrifttum wird insoweit indes diskutiert, ob der Zeitraum restriktiv oder großzügig zu bestimmen ist. Nach Sinn und Zweck des Gesetzes ist es dem Arbeitgeber nicht zuzumuten, das Risiko von Störungen im Arbeitsablauf infolge ungenügender Einarbeitung der Ersatzkraft zu tragen. Die Bestimmung der notwendigen Zeit zur Einarbeitung sollte deshalb großzügig vorgenommen werden können.

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