Arnold/Gräfl, TzBfG § 14 Zu... / 3.2.4.2.6 Sportler
 

Rz. 150

Der Sachgrund für die Befristung des Arbeitsvertrags mit einem Sportler kann, ähnlich wie bei künstlerisch tätigem Bühnenpersonal, im Abwechslungsbedürfnis des Publikums bestehen oder auch im Interesse des Sportlers selbst liegen. Das LAG Rheinland-Pfalz hat die Befristung des Arbeitsvertrags eines Lizenz-Fußballspielers mit einem Verein der 1. Bundesliga als sachlich gerechtfertigt angesehen (LAG Rheinland-Pfalz, Urteil v. 17.2.2016, 4 Sa 202/15). Das Bundesarbeitsgericht hat diese Entscheidung bestätigt und entschieden, dass die Befristung von Arbeitsverträgen mit Lizenz-Spielern der Fußball-Bundesliga regelmäßig wegen der Eigenart der Arbeitsleistung nach § 14 Abs. 1 Satz 2 Nr. 4 TzBfG gerechtfertigt ist (BAG, Urteil v. 16.1.2018, 7 AZR 312/16). Von einem Lizenzspieler im kommerzlialisierten und öffentlichkeitsgeprägten Spitzenfußball werden sportliche Höchstleistungen erwartet und geschuldet, die er nur für eine begrenzte Zeit erbringen kann. Diese Besonderheit begründet in der Regel ein berechtigtes Interesse an der Befristung des Arbeitsvertrags (BAG, Urteil v. 16.1.2018, 7 AZR 312/16, PM Nr. 2/18).

 

Rz. 151

Eine auflösende Bedingung im Arbeitsvertrag eines Lizenz-Fußballspielers der 2. Bundesliga, wonach das Arbeitsverhältnis endet, wenn der Verein vom DFB wegen fehlender wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit keine weitere Lizenz erhält, ist unwirksam (BAG, Urteil v. 9.7.1981, 2 AZR 788/78).

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