Arnold/Gräfl, TzBfG § 14 Zu... / 3.1.5.1 Grundsatz: Maßgeblichkeit des letzten Arbeitsvertrags
 

Rz. 51

Nach der ständigen Rechtsprechung des BAG unterliegt bei mehreren aufeinander folgenden befristeten Arbeitsverträgen grundsätzlich nur der letzte Vertrag der Befristungskontrolle (st. Rspr. seit BAG, Urteil v. 8.5.1985, 7 AZR 191/84[1]). Durch den vorbehaltlosen Abschluss eines weiteren befristeten Arbeitsvertrags stellen die Parteien ihr Arbeitsverhältnis auf eine neue rechtliche Grundlage, die für ihre Vertragsbeziehung künftig allein maßgeblich ist. Damit wird zugleich ein etwaiges unbefristetes Arbeitsverhältnis aufgehoben (BAG, Urteil v. 4.6.2003, 7 AZR 523/02[2]). Das gilt auch dann, wenn die Parteien irrtümlich davon ausgegangen sind, in einem wirksam befristeten Arbeitsverhältnis gestanden zu haben (BAG, Urteil v. 15.2.1995, 7 AZR 680/94[3]) oder wenn dem Arbeitnehmer nicht bewusst war, in einem unbefristeten Arbeitsverhältnis zu stehen (BAG, Urteil v. 3.12. 1997, 7 AZR 651/96[4]).

[1] AP BGB § 620 Befristeter Arbeitsvertrag Nr. 97.
[2] AP BGB § 620 Befristeter Arbeitsvertrag Nr. 252; BAG, Urteil v. 6.8.2003, 7 AZR 33/03, AP BGB § 620 Befristeter Arbeitsvertrag Nr. 253; BAG, Urteil v. 12.4.2017, 7 AZR 436/15, AP TzBfG § 14 Nr. 156.
[3] AP BGB § 620 Befristeter Arbeitsvertrag Nr. 166.
[4] AP BGB § 620 Befristeter Arbeitsvertrag Nr. 196.

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