Arbeitsvertrag mit Aushilfen / 3.2 Vertragsschluss

Die Begründung von Arbeitsverhältnissen durch Arbeitgeber und Arbeitnehmer ist regelmäßig nicht von der Einhaltung einer bestimmten Form abhängig. Dieser Grundsatz gilt auch für die vertraglichen Beziehungen mit Aushilfsarbeitnehmern. Ein schriftlicher Arbeitsvertrag muss regelmäßig nicht abgeschlossen werden, empfiehlt sich aber zu Beweiszwecken dann, wenn der Arbeitgeber von der Abkürzung der Kündigungsfristen (§ 622 Abs. 5 Nr. 1 BGB) Gebrauch machen will. Insoweit sollte auch das Nachweisgesetz beachtet werden.

 

Hinweis

Befristung schriftlich vereinbaren

Wird das Aushilfsarbeitsverhältnis nur für eine bestimmte Zeit eingegangen, ist es jedoch unerlässlich, dass jedenfalls die Befristungsabrede schriftlich abgeschlossen wird. Nach § 14 Abs. 4 TzBfG bedarf die Befristung des Arbeitsvertrags zu ihrer Wirksamkeit der Schriftform, d. h. die Abrede muss von beiden Vertragsparteien auf einer Urkunde unterschrieben werden. Wird die Befristung nur mündlich vereinbart, gilt der Arbeitsvertrag als unbefristeter. Eine Kündigungsmöglichkeit besteht dann nur unter den Voraussetzungen des § 16 Satz 2 TzBfG. Wegen des Formerfordernisses für die Befristungsabrede erscheint es zweckmäßig, bei Aushilfsarbeitsverhältnissen stets einen schriftlichen Arbeitsvertrag abzuschließen.

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