Arbeitssicherheit: Die wich... / 4 So gehen Sie beim Arbeitsschutzmanagement vor

Rechtliche Anforderungen für ein Arbeitsschutzmanagementsystem bestehen nicht. Es empfiehlt sich jedoch, das Arbeitsschutzmanagementsystem mit einem Umweltmanagementsystem nach ISO 14001 und/oder einem Qualitätsmanagementsystem nach ISO 9001 zu verbinden (zu einem sog. integrierten Managementsystem). Dadurch können bei der Umsetzung Mehraufwand vermieden, Synergien genutzt und Effizienz gewährleistet werden.

Vergleichbar der ISO 14001 im Umweltmanagement gibt es die OHSAS 18001 (Occupational Health and Safety Assessment Series) für das Arbeitsschutzmanagement. Sie lehnt sich eng an die ISO 9001 und 14001 an. Im Jahr 2007 wurde OHSAS 18001 als britische Norm festgelegt. Es handelt sich zwar nicht um eine weltweit gültige ISO-Norm. Mit einer Verbreitung in mehr als 80 Ländern der Welt ist sie trotzdem der bekannteste und bedeutsamste Standard für ein Arbeitsschutzmanagementsystem.

Neben dem ArbSchG können weitere Gesetze und Normen (Stand der Technik) von Bedeutung sein, wie zum Beispiel Strahlenschutzverordnung oder Arbeitsstättenverordnung.

Daher gilt es in jedem Unternehmen in einem ersten Schritt festzulegen, welche Gesetze und Normen für das jeweilige Unternehmen erfüllt werden müssen. Hilfestellung können dabei Berufsgenossenschaften, Verbände, Länderkammern und Beratungsfirmen geben.

Für Führungskräfte und Mitarbeiter gibt es je eine Checkliste. Diese Checklisten sind unternehmensspezifisch anzupassen und, soweit erforderlich, an die Führungskräfte und Mitarbeiter weiterzuleiten.

Zur Checkliste: Arbeitssicherheit für Führungskräfte

Zur Checkliste: Arbeitssicherheit für Mitarbeiter

Alle Vorgaben, die Mitarbeiter betreffen, sollten so dokumentiert sein, dass jeder Mitarbeiter sie bei Bedarf jederzeit nachlesen kann. Zusätzlich sollte für jeden Mitarbeiter bekannt sein, wen er fragen kann, um eventuelle Unklarheiten zu beseitigen. Alle Fragen, die nicht eindeutig mit ja beantwortet werden, deuten auf Handlungsbedarf hin. Zuerst sollte dabei mit dem Mitarbeiter gesprochen werden, warum er nicht mit ja geantwortet hat.

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