Arbeitsschutz in der Corona... / 3.3.3 Unterweisung

Selbstverständlich stellen das mit der Corona-Epidemie einhergehende Infektionsrisiko und die erforderlichen Maßnahmen eine Art von Veränderung in der Tätigkeit dar, die eine Unterweisung notwendig macht. Wegen des veränderlichen Infektionsgeschehens sind die Unterweisungen situationsbezogen zu wiederholen. Schon aus formaljuristischen Gründen sollte darauf geachtet werden, dass diese Unterweisung dokumentiert für alle betroffenen Mitarbeiter vorliegt. Grundlage dafür sind die für den Betrieb bzw. den jeweiligen Arbeitsbereich getroffenen Maßnahmen, die schriftlich fixiert werden sollten. Es ist darauf zu achten, dass die Unterweisungen vollständig erfolgen, also auch für Leiharbeitnehmer. Bei Fremdbeschäftigten (im Rahmen von Dienst- oder Werkverträgen) ist mit der Fremdfirma abzustimmen, wie die erforderlichen Informationen kommuniziert und Unterweisungen dokumentiert werden.

Es gibt vielfältige Formen und Möglichkeiten, solche Unterweisungen ohne großen Aufwand praxisnah durchzuführen (per Online-Konferenz, in Arbeits- und Kleingruppen, in Teambesprechungen, bei Auftragsübergaben), sodass der Organisationsaufwand dafür gering gehalten werden kann.

 
Praxis-Tipp

Dokumentenvorlagen der Unfallversicherungsträger nutzen

Die Berufsgenossenschaften und Unfallkassen stellen über ihre Internetseiten eine Vielzahl von Dokumentenvorlagen, Unterweisungshilfen, Aushängen usw. zur Verfügung.

Auch die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) stellt vielfältige Informationen zur Verfügung – auch mehrsprachig, in leichter Sprache und als Infografiken.

Ggf. macht es Sinn, den Betriebsarzt und/oder die Fachkraft für Arbeitssicherheit in die Unterweisung mit einzubinden.

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