Arbeitsförderung / 5.2.2 Weiterbildungskosten

Hier wird grundsätzlich vorausgesetzt, dass der Arbeitgeber sich angemessen an den Lehrgangskosten beteiligt. Ausnahmen gelten für Kleinstbetriebe und in bestimmten Fällen für KMU. Im Einzelnen gilt folgende Staffelung:

  • In Kleinstbetrieben mit weniger als 10 Beschäftigten soll von einer Kostenbeteiligung des Arbeitgebers ganz abgesehen werden.
  • In KMU mit mindestens 10 und weniger als 250 Beschäftigten liegt eine angemessene Beteiligung vor, wenn der Arbeitgeber mindestens 50 % der Kosten trägt. Hier kann jedoch ebenfalls von einer Kostenbeteiligung ganz abgesehen werden, wenn es sich um Beschäftigte ab dem 45. Lebensjahr oder um schwerbehinderte Beschäftigte handelt.
  • In Betrieben mit 250 Beschäftigten und weniger als 2.500 Beschäftigten liegt eine angemessene Beteiligung vor, wenn der Arbeitgeber mindestens 75 % der Kosten trägt.
  • In Betrieben ab 2.500 Beschäftigten liegt eine angemessene Beteiligung vor, wenn der Arbeitgeber mindestens 85 % der Kosten trägt. Liegt eine Betriebsvereinbarung oder ein "betriebsbezogener Tarifvertrag" über die berufliche Weiterbildung vor, genügt eine Beteiligung an den Kosten in Höhe von mindestens 80 %.

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