Anerkennung von im Ausland ... / 5.2.4 Änderungen in § 13c GewO

Nach § 13c GewO sind bei der Gleichwertigkeitsprüfung nicht nur wie bisher die von der Antragstellerin und dem Antragsteller im Rahmen ihrer oder seiner Berufspraxis erworbenen Kenntnisse zu berücksichtigen, sondern auch die Kenntnisse, Fähigkeiten und Kompetenzen, die sie oder er durch sonstige nachgewiesene einschlägige Qualifikationen erworben hat. Bei der Bewertung der Gleichwertigkeit von Berufsqualifikationen sind neben Berufserfahrung auch alle Elemente des lebenslangen Lernens heranzuziehen, sofern diese nachgewiesen sind.

In § 13c Abs. 3a GewO werden Einzelheiten zu Ausgleichsmaßnahmen geregelt, die Antragstellern auferlegt werden. Die Begründung bei der Auferlegung von Auflagen muss insbesondere Ausführungen zu den wesentlichen Unterschieden zwischen der nach der GewO erforderlichen beruflichen Qualifikation und der von den Antragstellern erworbenen Qualifikation enthalten sowie die Gründe, warum diese wesentlichen Unterschiede nicht durch Kenntnisse, Fähigkeiten und Kompetenzen ausgeglichen werden können, die die Antragsteller im Rahmen einer Berufspraxis oder durch lebenslanges Lernen erworben haben. Antragsteller müssen die Möglichkeit haben, die Ausgleichsmaßnahme ihrer Wahl – spezifische Sachkundeprüfung oder ergänzende Unterrichtung - innerhalb eines Zeitraums von 6 Monaten nach der Entscheidung der zuständigen Stelle zu absolvieren. Der Antrag auf Anerkennung kann auch elektronisch gestellt werden. Die Antragstellung in Papierform bleibt wie bisher zulässig.

Die zuständige Behörde darf bei elektronisch übermittelten Unterlagen die Vorlage beglaubigter Kopien verlangen, sofern begründete Zweifel an der Echtheit der Unterlagen bestehen.

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