Altersteilzeit / 4.4 Regelarbeitsentgelt

Das Regelarbeitsentgelt ist Bemessungsgrundlage sowohl für die Berechnung der Aufstockungsbeträge als auch der zusätzlichen Rentenversicherungsbeiträge.

Regelarbeitsentgelt ist das auf einen Monat entfallende sozialversicherungspflichtige Arbeitsentgelt, das der Arbeitgeber im Rahmen des Altersteilzeitarbeitsverhältnisses regelmäßig zu zahlen hat. Als Regelarbeitsentgelt gilt also die Hälfte des Arbeitsentgelts, das der Arbeitnehmer vor dem Beginn der Altersteilzeit beanspruchen konnte (Vollzeitarbeitsentgelt). Das Regelarbeitsentgelt darf die monatliche Beitragsbemessungsgrenze der Arbeitslosenversicherung (2019: 6.700 EUR/West, 6.150 EUR/Ost) nicht übersteigen.

Zum Regelentgelt zählende Zulagen

Neben dem laufenden Arbeitsentgelt gehören zum Regelarbeitsentgelt auch laufende Zulagen (z.  B. vermögenswirksame Leistungen), laufende Zuschläge (für Sonntags-, Feiertags- und Nachtarbeit), Sachbezüge (z. B. Pkw, Telefonnutzung, Werkswohnung) oder sonstige geldwerte Vorteile. Einmalige Einnahmen gehören nicht dazu.

Bei Sachbezügen ist das der Beitragsberechnung zugrunde zu legende rentenversicherungspflichtige Regelarbeitsentgelt in der Regel höher als außerhalb der Altersteilzeit.

 

Praxis-Beispiel

Sachbezug (Pkw) während Altersteilzeit

 
Vollzeitarbeitsentgelt   3.000 EUR
Altersteilzeitarbeit Arbeitsentgelt 1.500 EUR  
  Firmen-Pkw 500 EUR 500 EUR
Regelarbeitsentgelt/Vollzeitarbeitsentgelt 2.000 EUR 3.500 EUR
Zusätzliche beitragspflichtige Einnahme    
80 % des Regelarbeitsentgelts i. H. v. 2.000 EUR 1.600 EUR  
Insgesamt 3.600 EUR  

Sobald der Sachbezug entfällt (z. B. während der Freistellungsphase in einem Blockmodell), ist der maßgebende Wert beim Regelarbeitsentgelt nicht mehr zu berücksichtigen. Im Beispiel würde die zusätzliche beitragspflichtige Einnahme dann 1.200 EUR (80 % von 1.500 EUR) betragen.

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