Alkohol und Arbeit: Betrieb... / 5.2 Gesprächsdurchführung

Bei der Gesprächsdurchführung ist es wichtig, einerseits sachlich im Bereich der eigenen Rolle und Aufgabenstellung zu bleiben, andererseits aber auch emotionale und soziale Gesichtspunkte zu berücksichtigen, d. h., das richtige Maß zwischen Zuwendung, Abgrenzung und Verständnis zu finden.

Das Gespräch zwischen Vorgesetztem und Mitarbeiter kann man als Feedback-Gespräch verstehen. Daher ist es hilfreich, für den Gesprächsverlauf einige Feedback-Regeln zu berücksichtigen:

Ich bin o. k. – Du bist o. k.!

Rückmeldungen über bestimmte Verhaltensweisen sind eine Beschreibung, wie das Verhalten eines Mitarbeiters von seinem Umfeld wahrgenommen wird. Jeder Mensch ist – so wie er ist – o. k. Das Zusammenleben und Zusammenarbeiten erfordert jedoch das Einhalten bestimmter Regeln und Absprachen. Diese werden mit dem Mitarbeiter besprochen.

Beschreiben – nicht bewerten!

Wer Rückmeldungen gibt, beschreibt Beobachtungen und Wahrnehmungen. Und er beschreibt, was seine Beobachtungen bei ihm selbst auslösen. Er macht keine Vorwürfe, sondern definiert seinen Wunsch nach Veränderung. Vorwürfe kann man auch als verunglückte Wünsche sehen.

Immer zuerst positive Rückmeldungen geben!

Mitarbeiter mit einer Suchtproblematik verfügen meist über ein schwaches Selbstwertgefühl und neigen zu einem Entweder-Oder-Denken. Also: Vor der Kritik erwähnen, was man an dem Mitarbeiter geschätzt hat und noch schätzt. Positive Aspekte signalisieren dem Gesprächspartner, dass sich die Kritik nicht gegen seine gesamte Person richtet, sondern lediglich gegen einige Aspekte seines Verhaltens.

Möglichst konkrete Rückmeldungen geben!

Mit allgemeinen Aussagen kann der Gesprächspartner nichts anfangen. Rückmeldungen sollten konkret und nachvollziehbar sein. Am besten sind konkrete Beispiele aus der gemeinsamen Arbeit.

Rückmeldungen sind Lernchancen!

Rückmeldungen sind dazu gedacht, dass der andere daraus lernen kann, d. h., es wird ihm mitgeteilt, wie er sich aus Sicht des Vorgesetzten positiv verändern könnte und woran der Vorgesetzte dies merken würde.

Jeder spricht für sich selbst!

Verwenden Sie stets die Ich-Form, sprechen Sie niemals in der Man-Form.

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