Agile Arbeitsräume in Coron... / 3 Corona gibt dem Betriebsrat ein Initiativrecht

Um den Arbeitsschutz erfüllen zu können, müssen unter Umständen bestehende Bürobereiche geändert oder umgestaltet werden. Regelungen über den Arbeitsplatz und das Arbeitsumfeld wirken sich auf mehrere oder alle Mitarbeiter aus und haben daher einen kollektiven Charakter. Damit könnten Mitbestimmungsrechte des Betriebsrats ausgelöst werden.[1]

Mit der Einführung von Homeoffice und mobiler Arbeit wird z. B. der bestehende Arbeitsort verändert. Gleichzeitig kann dadurch eine erhebliche Veränderung entstehen, die zu einer Betriebsänderung führt.

Durch konkrete Ordnungsanweisungen zum sozialen Miteinander, wie z. B. die Zuweisung eines Arbeitsplatzes oder das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes kann es sich um verbindliche Verhaltensregelungen oder Maßnahmen bzgl. des Verhaltens von Mitarbeitenden handeln.

Letztendlich sind bei der Veränderung von Arbeitsplätzen immer auch die gesundheitlichen Auswirkungen von Mitarbeitern zu berücksichtigen. Hier hat der Betriebsrat sogar ein aktives Initiativrecht und sogar eine Pflicht selbst aktiv zu werden, sollte der Arbeitgeber keine Arbeitsschutzmaßnahmen ergreifen oder umsetzen.

Es bestehen daher etliche Beteiligungs- und Mitbestimmungsrechte des Betriebsrats, die im Vorfeld zu beachten und im Einzelfall zu prüfen sind, wie z.B.

[1] S. auch Martin, Neue Bürokonzepte und Mitbestimmung, AiB 2007, S. 642 ff.; Martin, Rundnagel, Gute Arbeit im Büro – Neue Bürokonzepte gemeinsam gesund gestalten S. 25 ff.

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