Absage ohne Vorstellungsgespräch

Kurzbeschreibung

Absageschreiben ohne Vorstellungsgespräch inkl. Rücksendung der Unterlagen

Vorbemerkung

Wenn die Prüfung der Bewerbungsunterlagen ergibt, dass ein Bewerber/eine Bewerberin nicht die erforderlichen Qualifikationen für eine nähere Betrachtung (Einladung zum Vorstellungsgespräch oder Aufnahme in den Reservepool) mitbringt, empfiehlt es sich, dem Bewerber/der Bewerberin so schnell wie möglich abzusagen. Behalten Sie das Anschreiben - ggf. mit Ihrem Absagevermerk (siehe hierzu weiter unten!) - bei sich und schicken Sie auch die Bewerbungsunterlagen zurück (sie sind Eigentum des Bewerbers/der Bewerberin).

Bei Rückfragen des Bewerbers/der Bewerberin zum Absagegrund schätzen Bewerber/innen ehrliches Feedback (z. B. Über- oder Unterqualifikation, anderweitige Besetzung u. ä.). Unter Berücksichtigung der neuen Vorschriften des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) kann es jedoch sinnvoll und zweckmäßig sein, keine umfangreiche weitergehende Erklärung über den eigentlichen Absagegrund abzugeben. In jedem Fall sollte vermieden werden, Aussagen zu treffen, die einen Rückschluss auf ein zu hohes oder zu niedriges Lebensalter, das Geschlecht, die ethnische Herkunft oder Rasse, die Zugehörigkeit einer Religion oder Weltanschauung sowie eine bestehende Behinderung oder sexuelle Ausrichtung zulassen.

Mustertext

Briefkopf

Herrn/Frau
......................... [Vorname, Name]
......................... [Strasse Nr.] ............... [Datum]
......................... [PLZ, Ort] Ansprechpartner: .........................

IHRE BEWERBUNG

 

Sehr geehrte/r Herr/Frau ..............................,

wir beziehen uns auf Ihre Bewerbung als ......................... und bedanken uns hiermit nochmals für Ihr Interesse an einer Mitarbeit in unserem Hause.

Nach sorgfältiger Prüfung Ihrer Bewerbungsunterlagen müssen wir Ihnen leider mitteilen, dass wir uns nicht für Sie entschieden haben. Wir bedauern, dass wir Sie nicht berücksichtigen konnten[1]. Alle freien Stellen der Firma/Firmengruppe werden auf unserer Homepage veröffentlicht. Vielleicht besuchen Sie uns ja in Zukunft mal wieder unter www....de[2]!

Ihre elektronischen Bewerbungsunterlagen haben wir gelöscht.

Für Ihre berufliche Zukunft wünschen wir Ihnen alles Gute.

Mit freundlichen Grüßen

Unterschrift[3]

[1] Ein detaillierter, individueller Absagegrund braucht im Absageschreiben nicht genannt zu werden - und sollte es im Zweifel auch lieber nicht (siehe Vorbemerkung!). Ein Aktenvermerk (dieser darf unter AGG-Gesichtspunkten auf keinen Fall einen Rückschluss auf ein zu hohes oder zu niedriges Lebensalter, das Geschlecht, die ethnische Herkunft oder Rasse, der Zugehörigkeit einer Religion oder Weltanschauung sowie einer bestehenden Behinderung oder sexuelle Ausrichtung zulassen) ist jedoch in jedem Fall ratsam, um a) für Beweiszwecke eine saubere Dokumentation vorlegen zu können und b) um bei telefonischen Rückfragen des Bewerbers/der Bewerberin ggf. Auskunft erteilen zu können. (In der Regel fragen ca. 10% der Bewerber/innen nach!)
[2] Das Absageschreiben ist bei Bewerber/innen, die interessant für die Firma sind, eine ideale Plattform für Werbung der firmeneigenen Homepage (sofern dort Vakanzen publiziert werden). So können der Bekanntheitsgrad der Firma und die Chancen, Stellen über dieses kostengünstige Medium zu besetzen, gesteigert werden.
[3] Idealerweise unterschreibt der Mitarbeiter/die Mitarbeiterin, die/der auch als Ansprechpartner/in für den Bewerber/die Bewerberin bei eventuellen Rückfragen zum Absagegrund fungieren soll.

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