Kurzbeschreibung

Mit diesem Rechner kann die Einkommensteuer auf eine Abfindung im Zeitpunkt der Zahlung im Betrieb berechnet werden. Die steuerliche Belastung wird sowohl mit als auch ohne Anwendung der Fünftelregelung ausgewertet. Im Ergebnis kann dadurch beurteilt werden, ob die Anwendung der Fünftelregelung zu diesem Zeitpunkt auf Basis der vorliegenden Informationen vorteilhaft ist. Der Arbeitnehmer muss aufgrund der Ungenauigkeit des Lohnsteuerabzugs aber dennoch eine Steuererklärung abgeben.

Wichtige Hinweise

Achtung

Mit diesem Rechner kann keine Beurteilung für das Einkommensteuerveranlagungsverfahren durchgeführt werden.

Hinweise

Außerordentliche Einkünfte, wie z. B. Abfindungen können nach § 34 Abs. 1 EStG mit einem ermäßigten Steuersatz besteuert werden. Dadurch sollen Progressionsnachteile abgemildert werden, die ein entschädigungsbedingt erhöhtes Einkommen bei regulärer Besteuerung auslösen würde.

Die Anwendung der begünstigten Besteuerung setzt in einem ersten Schritt voraus, dass die Entschädigungsleistungen zusammengeballt in einem Veranlagungszeitraum zufließen. In einem zweiten Schritt ist zu prüfen, ob durch die Abfindung die bis zum Jahresende wegfallenden Einnahmen überschritten werden. Falls ja, ist das Kriterium der Zusammenballung erfüllt, sodass eine ermäßigte Besteuerung der Entschädigung zulässig ist. Übersteigt die gezahlte Abfindung die bis zum Jahresende entgehenden Einnahmen nicht, ist das Merkmal der Zusammenballung von Einkünften nur erfüllt, wenn der Steuerpflichtige weitere Einnahmen bezieht, die er bei Fortsetzung des Dienstverhältnisses nicht bezogen hätte.

Achtung

Die Prüfung der Zusammenballung muss selbstständig durchgeführt werden, da nicht alle erforderlichen Informationen abgefragt und geprüft werden. Im Rechner wird nur geprüft, ob die Abfindung rechnerisch den wegfallenden Arbeitslohn übersteigt.

Im Lohnsteuerabzugsverfahren richtet sich die Anwendung des § 34 EStG nach § 39b Abs. 3 Satz 9 EStG. Die o. g. Regelungen sind im Lohnsteuerverfahren ebenfalls anzuwenden, wobei der Arbeitgeber auch solche Einkünfte berücksichtigen darf, die der Arbeitnehmer nach Beendigung des bestehenden Dienstverhältnisses erzielt. Der Arbeitnehmer ist in diesem Fall zur Abgabe einer Einkommensteuererklärung verpflichtet (Pflichtveranlagung nach § 46 Abs. 2 Nr. 5 EStG).

Kann der Arbeitgeber die erforderlichen Feststellungen nicht treffen, ist im Lohnsteuerabzugsverfahren die Besteuerung ohne Anwendung des § 39b Abs. 3 Satz 9 EStG durchzuführen. Die begünstigte Besteuerung erfolgt dann ggf. erst im Veranlagungsverfahren. Die ermäßigte Besteuerung ist im Lohnsteuerabzugsverfahren nicht anzuwenden, wenn sie zu einer höheren Steuer führt als die Besteuerung als nicht begünstigter sonstiger Bezug.

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