ABC der Werbungskosten / Sportmedizin

Entsprechende Grundsätze wie für "Sport" sind anwendbar für Sportaufwendungen eines Arztes, mit denen er die Zusatzbezeichnung "Sportmediziner" erstrebt. Bedeutsam ist hier ebenfalls, ob dieser Kurs Voraussetzung für die Erlangung dieser Zusatzbezeichnung oder nur nützlich ist, ob ein homogener Teilnehmerkreis besteht und ob ein nicht unerheblicher Teil für private Erholung (z. B. Ausüben der Sportart, z. B. Skilaufen) zur Verfügung steht. Nicht entscheidend ist, dass der Kurs von einem Ärzteverband veranstaltet wird. Erhebliche Bedeutung kommt dem Umstand zu, dass der Arzt eine besondere Fertigkeit in der Technik der Sportart nicht benötigt, um Sportunfälle behandeln zu können, auch wenn diese Kenntnisse nützlich sein können.[1] Abziehbar sind jedenfalls die Kosten von Fachvorträgen im Rahmen der Gesamtveranstaltung. Im Übrigen ist wie auch in anderen Fällen, in denen gemischte Aufwendungen zu beurteilen sind, zu beachten, dass sich die Rspr. von einem generellen Aufteilungs- und Abzugsverbot entfernt hat. Nach neuer Rspr. können soweit möglich solche gemischten Aufwendungen, die der privaten Lebensführung dienen, aber auch den Beruf fördern, aufgeteilt werden.[2] Die Aufteilung solcher Aufwendungen für eine Fortbildungsveranstaltung, die der Erlangung der Zusatzbezeichnung "Sportmedizin" dient, im Verhältnis der beruflichen zu den privaten Zeitanteilen der Reise wird vom BFH[3] als zulässig angesehen, soweit nicht das Gewicht der verschiedenen Veranlassungsbeiträge es erfordert, einen anderen Aufteilungsmaßstab heranzuziehen oder von einer Aufteilung ganz abzusehen.

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