ABC der Werbungskosten / Minderwert, merkantiler

Der merkantile Minderwert beruht darauf, dass ein durch einen Unfall erheblich beschädigtes Kfz (oder ein sonstiger Vermögensgegenstand) trotz technisch einwandfreier Reparatur im Verkehr im Allgemeinen geringer bewertet wird als ein unfallfrei gefahrenes Fahrzeug. Die Minderbewertung trägt der Tatsache Rechnung, dass erheblich beschädigte und dann reparierte Wagen im Allgemeinen eine größere Schadensanfälligkeit zeigen, ohne dass der Zusammenhang mit dem Unfall nachweisbar zu sein braucht. Ein derartiger durch einen beruflich veranlassten Unfall entstandener Minderwert führt grundsätzlich nicht zu einem Werbungskostenabzug wegen außergewöhnlicher technischer oder wirtschaftlicher Abnutzung. Werbungskostenabzug setzt einen Substanzverlust voraus, der bei einem merkantilen Minderwert nicht vorliegt. Unbestimmte Zukunftsaussichten hinsichtlich gestiegener Reparaturanfälligkeit oder eines verminderten Wiederverkaufswerts genügen nicht, um Werbungskosten anzunehmen.[1]

Die Rspr. ist konsequent unter dem Gesichtspunkt, dass als Werbungskosten nur Substanzverluste, keine Vermögensminderungen, angesetzt werden können (Rz. 48).

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