24.05.2013 | Serie Steuerfolgen bei Zuzahlungen zum Dienstwagen

Zuzahlungen zu den Anschaffungskosten bei der Fahrtenbuchmethode

Serienelemente
Zuzahlungen mindern den zu versteuernden Arbeitslohn
Bild: Michael Bamberger

Werden Zuzahlungen des Arbeitnehmers zu den Pkw-Anschaffungskosten als Betriebseinnahme erfasst, bleiben die Anschaffungskosten des Firmenwagens - als Bemessungsgrundlage für die Abschreibung - unverändert.

Der individuell zu ermittelnde Kilometersatz - und damit der geldwerte Vorteil - bleiben bei dieser Verfahrensweise unverändert. Der vom Arbeitnehmer finanzierte Teil der Anschaffungskosten ist - wie bei der 1-%-Methode - im Jahr der Zahlung und ggf. in den Folgejahren auf den Sachbezug "Firmenwagen" anzurechnen.

Alternativ: Erfolgsneutrale Kürzung der Anschaffungskosten

Macht das Unternehmen von seinem Wahlrecht Gebrauch und behandelt den Arbeitnehmerzuschuss zu den Anschaffungskosten erfolgsneutral, mindern sich die Anschaffungskosten als Bemessungsgrundlage für die Abschreibung (AfA). Die niedrigere AfA-Bemessungsgrundlage führt regelmäßig zu einem geringeren individuellen Kilometersatz, den der Arbeitnehmer als geldwerten Vorteil für die Privatfahrten und die Fahrten Wohnung - Arbeitsstätte versteuern muss. Ausgangsgröße für die AfA-Berechnung sind die um die Zuzahlung des Arbeitnehmers gekürzten Anschaffungskosten.

Ein Arbeitnehmerzuschuss wirkt sich hier demzufolge nur über die geringere Abschreibung auf die Gesamtdauer der Pkw-Überlassung aus und nicht schon im Jahr der Zahlung in Höhe des gesamten Zuschusses.

Schlagworte zum Thema:  Fahrtenbuchmethode, Zuzahlung, Kfz-Privatnutzung, Dienstwagen

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