10.05.2013 | Serie Steuerfolgen bei Zuzahlungen zum Dienstwagen

Weiterbelastung von Kosten kein Nutzungsentgelt

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Die nachträgliche Abrechnung privat veranlasster Kfz-Kosten mindert den Nutzungswert nicht
Bild: Haufe Online Redaktion

Ein den Nutzungswert minderndes Nutzungsentgelt darf nicht die Weiterbelastung einzelner Kraftfahrzeugkosten zum Gegenstand haben.

Die vorstehenden Regelungen gelten ab Juli 2013 auch für einzelne Kraftfahrzeugkosten, die zunächst vom Arbeitgeber verauslagt und anschließend dem Mitarbeiter weiterbelastet werden. Gleiches gilt, wenn der Mitarbeiter zunächst pauschale Abschlagszahlungen leistet, die zu einem späteren Zeitpunkt nach den tatsächlich entstandenen Kraftfahrzeugkosten abgerechnet werden.

Bis einschließlich Lohnzahlungszeitraum Juni 2013 akzeptiert die Verwaltung in diesen Fällen eine Minderung Nutzungsvorteils.

Beispiel

Ein Mitarbeiter kann seinen Dienstwagen mittels einer Tankkarte des Arbeitgebers betanken. In der Nutzungsüberlassungsvereinbarung ist geregelt, dass der Arbeitnehmer ein Entgelt in Höhe der privat veranlassten Treibstoffkosten zu zahlen hat. Der Arbeitgeber behält den Betrag für die vom Arbeitnehmer privat veranlassten Treibstoffkosten vom Gehalt des Folgemonats ein.

Ergebnis: Die nachträgliche Kostenübernahme durch den Arbeitnehmer ist ab Juli 2013 kein Nutzungsentgelt. Bei Anwendung der 1-%-Regelung bzw. der 0,03-%-Regelung erfolgt keine Kürzung des geldwerten Vorteils.

Bei Anwendung der Fahrtenbuchmethode fließen die vom Mitarbeiter selbst getragenen Treibstoffkosten jedoch nicht in die Gesamtkosten des Kraftfahrzeugs ein. Anhand der (niedrigeren) Gesamtkosten ist der individuelle Nutzungswert zu ermitteln.

Schlagworte zum Thema:  Zuzahlung, Kfz-Privatnutzung, Dienstwagen

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