06.09.2012 | Sozialversicherungswerte 2013

Die vorläufigen Sozialversicherungs-Werte für 2013 sind bekannt

Mit diesen Zahlen müssen Sie rechnen
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Der Referentenentwurf der Sozialversicherungs-Rechengrößenverordnung 2013 liegt vor. Damit sind nun auch die voraussichtlichen Sozialversicherungswerte für 2013 bekannt.

Die Entwicklung der Löhne und Gehälter im Jahre 2011 ist entscheidend für die Fortschreibung der Rechengrößen der Sozialversicherung. Die Lohnzuwachsrate macht gegenüber 2010 in den alten Ländern 3,07 % und in den neuen Ländern 2,95 % aus. Entsprechend werden die Rechengrößen für 2013 angehoben. Das gilt im nächsten Jahr auch für die neuen Bundesländer. Hier gab es z. B. im Jahr 2012 in der Bezugsgröße keine Erhöhung.

Der Entwurf für die neue Rechengrößen-Verordnung 2013 soll im Oktober vom Bundeskabinett verabschiedet werden.

Die voraussichtlichen Rechengrößen im Detail

Die Beitragsbemessungsgrenze (BBG) in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) wird von derzeit 3.825 EUR auf 3.937,50 EUR im Monat (47.250 EUR jährlich) steigen.

Beitragszuschüsse zur Krankenversicherung steigen

Bleiben die SV-Beitragssätze unverändert in 2013 bestehen, wird es für die Gutverdiener unter den Arbeitnehmern teurer. Der maximale Arbeitnehmeranteil (derzeit 8,2%) zur Krankenversicherung macht 2013 dann 322,88 EUR aus. Die Arbeitgeber müssen 2013 aufgrund der Anhebung der BBG bei einem Arbeitgeberanteil von weiterhin 7,3 % am GKV-Beitrag für jeden Besserverdiener in diesem Sinne einem um 8,21 EUR höheren Beitragsschuss zahlen als im Jahr 2012. Der Beitragszuschuss wird sich 2013 auf 287,44 EUR belaufen. Unterm Strich wird die GKV 2013 damit wieder teurer.

Jahresarbeitsentgeltgrenze: Es geht aufwärts

Die allgemeine Jahresarbeitsentgeltgrenze steigt von bislang 50.850 EUR auf 52.200 EUR. Für PKV-Bestandsfälle gilt weiterhin die ermäßigte Jahresarbeitsentgeltgrenze, welche von derzeit 45.900 EUR auf 47.250 EUR angehoben wird. Die Überprüfung der Versicherungspflicht steht für die Entgeltabrechner wieder zum Jahreswechsel an. Weiterhin gilt, dass ein Ausscheiden aus der GKV nur möglich ist, wenn auch im Folgejahr vorausschauend betrachtet die dann maßgebliche Versicherungspflichtgrenze überschritten wird. Ende 2012 scheiden nur solche Arbeitnehmer aus der Versicherungspflicht aus, die innerhalb des Kalenderjahres 2012 mit ihrem regelmäßigen Jahresentgelt die Grenze 2012 überschritten haben und auch die neue Grenze in 2013 voraussichtlich überschreiten werden.

RV: Steigerung der BBG im Rechtskreis West und Ost

Für höhere Lohnnebenkosten sorgen aber auch Renten- und Arbeitslosenversicherung. Die Bemessungsgrenze zu beiden Versicherungszweigen wird 2013 auf 5.800 EUR (West-Deutschland) festgesetzt (bisher 5.600 EUR). Jährlich sind dies 69.600 EUR.

Ändern wird sich auch die BBG im Rechtskreis Ost. Nachdem es im Jahr 2012 keine Erhöhung gab, beträgt der Wert für die BBG ab 2013 monatlich 4.900 EUR (bisher 4.800 EUR). Jährlich bedeutet dies 58.800 EUR.

Erhöhung der Bezugsgröße 2013

Auch hier erfolgt eine Anpassung: Das gilt für Ost und West.

Im Rechtsgebiet West steigt die monatliche Bezugsgröße 2013 auf 2.695 EUR monatlich bzw. 32.340 EUR jährlich (2012: 2.625 EUR bzw. 31.500 EUR jährlich). Für das Rechtsgebiet Ost gilt ein Wert von 2.275 EUR monatlich bzw. 27.300 EUR jährlich. Bisher gelten 2.240 EUR monatlich bzw. 26.880 EUR jährlich.

Die Bezugsgröße stellt einen wichtigen Ankerwert für eine Reihe daraus abgeleiteter Grenz- oder Bezugswerte im Sozialversicherungsrecht bzw. Sozialrecht dar.

Haufe Download-Service: Vorläufige SV-Werte 2013

Laden Sie sich hier kostenlos die Tabelle (pdf-Datei) mit der Übersicht der wichtigsten vorläufigen SV-Werte für 2013 auf Ihren Rechner.

Schlagworte zum Thema:  SV-Werte, Sozialversicherung, Rechengrößen, Versicherungspflichtgrenze

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