28.06.2010 | Entgelt

Studie: Unternehmen sparen weiterhin an Reisekosten

Auch bei einer wirtschaftlichen Erholung beabsichtigen deutsche Betriebe die Ausgaben für Geschäftsreisen künftig nieder zu halten. Das belegt eine Studie des Verbandes Deutsches Reisemanagement (VDR), für die regelmäßig 800 im Unternehmen für die Reisekosten zuständige Personen befragt wurden.

Zwar rechnet etwa die Hälfte der befragten Firmen damit, die eigenen Mitarbeiter im laufenden Jahr wieder öfter auf Geschäftsreisen zu schicken als 2009. Allerdings glauben auch 60 Prozent der von der Krise betroffenen Unternehmen an die Nachhaltigkeit einiger Maßnahmen, die sie als Reaktion auf die wirtschaftliche Lage eingeführt hatten. "Wenn die verschärften Reisebedingungen einmal akzeptiert sind, dann besteht so schnell keine Notwendigkeit mehr, in vollem Umfang zum alten Stand zurückzukehren", sagte VDR-Chef Hans-Ingo Biehl.

Deutsche Unternehmen kamen 2009 auf 145,1 Millionen Geschäftsreisen, was einem Minus von elf Prozent im Vergleich zu 2008 entspricht. Dementsprechend schrumpften die Reisekosten von 46,6 auf 41,1 Milliarden Euro. Über 80 Prozent der Befragten gaben an, als Reaktion auf die Krise ihr Reisevolumen reduziert zu haben. Die Hälfte kürzte das Budget im Veranstaltungsbereich und fast 46 Prozent verschärften noch einmal die Reiserichtlinie.

 

Internet als Alternative

Die Unternehmen sparten laut VDR-Geschäftsreiseanalyse auch durch den Einsatz moderner Kommunikationsmittel. Anstelle einer Geschäftsreise nutzten die Mitarbeiter etwa Telefon-, Video- oder Webkonferenzen für wichtige Besprechungen oder die Pflege der Geschäftskontakte. Gingen die Beschäftigten dennoch auf Reisen, flogen sie eher Economy- als Businessclass und übernachteten eher in günstigen Herbergen als in luxuriösen Hotels. 

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