14.11.2013 | Serie Jahreswechsel 2013/2014

Reisekostenreform 2014

Serienelemente
Los geht's: Start der Reisekostenreform am 1.1.2014
Bild: Haufe Online Redaktion

Zum 1.1.2014 tritt das Gesetz zur Änderung und Vereinfachung der Unternehmensbeteuerung und des steuerlichen Reisekostenrechts" in Kraft. Die steuerlichen Reisekosten werden damit erstmals in der Geschichte des Lohnsteuerrechts umfassend gesetzlich geregelt. Wir geben einen Überblick über die Neuregelungen.

Die Reisekostenreform 2014 bringt grundlegende Neuerungen im steuerlichen Reisekostenrecht mit sich. Die zahlreichen Neuregelungen wirken sich sowohl auf die Reisekostenabrechnungen der Arbeitnehmer aus, genauso wie auf die Beträge, die der Arbeitgeber steuerfrei erstatten kann.

Erste Tätigkeitsstätte: Kernpunkt des neuen Reisekostenrechts ist die inhaltliche Neuabgrenzung der sog. ersten Tätigkeitsstätte, die künftig an die Stelle der bisherigen regelmäßigen Arbeitsstätte tritt. Für die erste Tätigkeitsstätte gilt - wie bisher bei regelmäßigen Arbeitsstätten - nur ein beschränkter Werbungskostenabzug (Entfernungspauschale, keine Verpflegungspauschalen).  

Ausführliche Infos zur "Ersten Tätigkeitsstätte" finden Sie hier!

Verpflegungsmehraufwendungen: Umfangreiche Änderungen gibt es auch bei den Verpflegungsmehraufwendungen. Bei den Pauschalen für Verpflegungsmehraufwendungen wird bei eintägigen Dienstreisen die Staffelung der Mindestabwesenheitszeiten und der Pauschalen durch nur eine Pauschale von 12 EUR bei einer Mindestabwesenheitszeit von 8 Stunden ersetzt (bisher 6 EUR ab 8 Stunden und 12 EUR erst ab 14 Stunden). Für den An- und Abreisetag einer mehrtägigen auswärtigen Tätigkeit mit Übernachtung außerhalb der Wohnung kann demnächst ohne jegliche Prüfung einer Mindestabwesenheitszeit eine Pauschale von jeweils 12 EUR vom Arbeitgeber steuerfrei ersetzt werden.

Ausführliche Infos zu den neuen Verpflegungsmehraufwendungen finden Sie hier!

Mahlzeiten: Die Besteuerung von auf Reisen gewährten (üblichen) Mahlzeiten wird ab 2014 – wieder einmal – weitgehend geändert. Statt der Versteuerung des Sachbezugswerts kommt es zukünftig in vielen Fällen zu einer Kürzung der Verpflegungspauschalen. Als "üblich" gilt zukünftig eine Mahlzeit, deren Preis 60 EUR nicht übersteigt (bis Ende 2013: 40 EUR).

Übernachtungen: Die Mehraufwendungen eines Arbeitnehmers für beruflich veranlasste Übernachtungen an einer Tätigkeitsstätte, die nicht erste Tätigkeitsstätte ist, bleiben auch nach der Reisekostenreform 2014 abzugsfähig. Zu prüfen ist dabei lediglich die berufliche Veranlassung - nicht aber die Angemessenheit der Unterkunft (bestimmte Hotelkategorie oder Größe der Unterkunft).

Doppelte Haushaltsführung: Bei der doppelten Haushaltsführung wird ab 2014 eine neue Höchstgrenze von 1.000 EUR für die Zweitwohnungskosten eingeführt. Außerdem gibt es eine neue Vereinfachungsregel für die maximale Entfernung zum Arbeitsplatz sowie neue Anforderungen an den eigenen Hausstand.

Schlagworte zum Thema:  Erste Tätigkeitsstätte, Mahlzeit, Reisekosten, Tätigkeitsstätte, Verpflegungsmehraufwand

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